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Spickzettel für mehr Zivilcourage

Leitfaden für mehr Zivilcourage bei Stammtischparolen

"Sach wat! Tacheles für Toleranz". So heißt die Reihe des Caritas Verbands Essen zum Thema Stammtischparolen. Unter dem Motto "Demokratie leben!" wollen die Schauspieler Karin Kettling und Jürgen Albrecht zum Einmischen anregen, wenn Diskriminierungen und negative Stimmungsmache in den Alltag einziehen. Hier finden Sie alle wichtigen Infos und den Leitfaden der Caritas zusammengefasst.

 

 

Beitrag aus der Sendung

Radio Bochum Reporter Tom Geertman war bei einem der Infoabende der angagierten Schauspieler dabei. Hier gibts den Beitrag nochmal zum nachhören.

 

 

Gegen - Strategien

Spickzettel:

- Das Gespräch anhalten - ruhig bleiben

- Persönlich, ehrlich nachfragen

- Hart in der Sache, weich mit den Menschen

- Ehrliche Wertschätzung des Gegenübers/ Hinter die Hassmaske gucken

- Humor und Wortspiele einbringen, um zu entschärfen

- Verallgemeinerungen auflösen, "DIE DA" wer ist das konkret?

- Vorurteile entkräften durch gegenteilige Erfahrungsberichte

- nach konkreten Fakten fragen

- Lösungen anbieten

- Anwesende um Unterstützung bitten

- Solidarität mit Gleichgesinnten zeigen

- Weichmacher-Sätze benutzen wie: "Ich frage mich, ob..." oder "Ich bin neugierig, warum..."

- Konsequenzen der Worte erfragen

- Gesprächsführung in die Hand nehmen

- Neue Perspektiven einbringen

- Gesellschaftliche Ursachen ansprechen

- Raum einnehmen, Redezeit nutzen

- Positive Beispiele nennen, gemeinsame Werte finden

- Nicht besserwisserisch, arrogant oder moralisierend wirken

- Nicht das eine Dogma durch ein anderes ersetzen, keine Parolen

 

 

 

Erkennungsmerkmale von Stammtischparolen und negativer Stimmungsmache

Typische Parolen:

- Das Beschwören von Horrorszenarien

- Schwarz-Weiß-Malerei

- Ein Sündenbock wird für persönliche Ängste verantwortlich gemacht

- Unlogik wird als Logik verkauft

- Gesprächsverweigerung Monolog statt Dialog

- Übertreibung Verallgemeinerung

- Parolen-Springen

- „Wir sind die Guten, ihr seid die schlechten .“

- Penetrante Wiederholung von Vorurteilen und Schein-Wissen

- Immun gegen anderslautende Informationen und Lösungsvorschläge

- Mit Unterstellungen andere herabwürdigen ausgrenzen und verachten

- Die eigene Meinung als Mehrheitskonsens darstellen und im Namen aller sprechen

- Gleichgesinnte werden einbezogen

 

 

 

Literaturtipps und Links

Literaturtipps:

- Argumente am Stammtisch. Erfolgreich gegen Parolen, Palaver und Populismus. Von Klaus-Peter Hufer

- Politik wagen - Ein Argumentationstraining. von Hufer, Schnebel, Wenzel und Boeser-Schnebel

 

Links:

www.mbr-berlin.de

www.netz-gegen-nazis.de

www.amadeu-antonio-stiftung.de

www.mut-gege-rechte-gewalt.de

 

 

 


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