
638. Maiabendfest: Umzug durch Bochum zum ersten Mal mit Planwagen
Beim 638. Maiabendfest in Bochum vom 23. bis zum 26. April gibt es eine zentrale Änderung: Der traditionelle Umzug wird in diesem Jahr erstmals teilweise mit Planwagen durchgeführt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 04:17
Umzug erstmals mit Planwagen
Das Herzstück des Maiabendfests bleibt der Umzug - doch der Ablauf wird angepasst. Grund dafür ist vor allem das Sicherheitskonzept. Erstmals wird der Zug nicht mehr durchgehend von der Innenstadt bis nach Harpen laufen. Stattdessen ist eine Unterbrechung am Kirmesplatz vorgesehen: Dort steigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Planwagen um und fahren bis zur Ortsgrenze Harpen. Anschließend wird der Zug neu formiert und setzt sich zu Fuß in Richtung Bockholt fort. Auch der Rückweg folgt diesem Prinzip: Vom Bockholt geht es zunächst zu Fuß bis zur Ortsgrenze, dann per Planwagen zurück zum Kirmesplatz und von dort aus wieder gemeinsam in die Innenstadt.
Einzige Ausnahme
Nur der Junggesellenhauptmann und eine kleine Gruppe legen den Rückweg zu Fuß zurück. Sie tragen die Eiche. In den Regeln ist nämlich festgeschrieben, dass diese zu Fuß getragen werden muss. Nach Angaben der Veranstalter ist diese Umstellung notwendig, um die Strecke abschnittsweise sichern zu können. Eine vollständige Sperrung der gesamten Route sei organisatorisch und logistisch nicht mehr umsetzbar. Ziel sei es, den Umzug weiterhin zu ermöglichen und gleichzeitig die Sicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten.
Sicherheits- und Kostenfragen als Herausforderung
Die Organisation des traditionsreichen Festes bleibt anspruchsvoll. Neben den Sicherheitsanforderungen spielen auch steigende Kosten eine zunehmende Rolle. Veranstalter und Partner müssen das Konzept jedes Jahr neu anpassen. Unterstützung kommt unter anderem von der Stadt Bochum, lokalen Unternehmen und Institutionen. Dennoch wird es laut Organisatoren zunehmend schwieriger, die finanziellen Mittel in gleicher Weise wie in der Vergangenheit sicherzustellen.
Auch für das Programm in der Innenstadt gibt es kleinere Änderungen. So wird unter anderem der Standort der Bühne verlegt, weil bauliche Veränderungen eine Umplanung erforderlich machen. Ansonsten orientiert sich das Festgelände weitgehend an den Vorjahren.
AWO stiftet den Maienbaum
Eine besondere Rolle übernimmt in diesem Jahr die AWO Mittleres Ruhrgebiet: Sie stellt den Maibaum. Die Organisation sieht darin ein bewusstes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement. Gerade in herausfordernden Zeiten wolle man damit Traditionen stärken und sichtbar machen.