
Orientierung am Essener Modell
Als mögliche Vorlage gilt das Vorgehen der Stadt Essen. Dort ist das Stadtgebiet in sogenannte Waben mit einer Kantenlänge von rund 300 Metern unterteilt. Pro Wabe gibt es zwei ausgewiesene Abstellflächen für E-Scooter, die durch Bodenmarkierungen und Verkehrszeichen gekennzeichnet sind. In weniger stark frequentierten Bereichen ist das Abstellen außerhalb dieser Zonen teilweise weiterhin erlaubt. Ein zentrales Element ist das sogenannte Geofencing: Die Abstellflächen werden in den Apps der Anbieter hinterlegt, sodass Fahrten nur dann beendet werden können, wenn der Roller korrekt in einer ausgewiesenen Zone abgestellt wird.
Mehrheit im Rat für Regulierung
Den politischen Impuls für die Entscheidung hatten CDU und die UWG: Freie Bürger gegeben. In der Ratsdebatte wurde betont, dass E-Scooter weiterhin Teil des Mobilitätsangebots in Bochum bleiben sollen, gleichzeitig aber klare Regeln notwendig seien, um Konflikte im öffentlichen Raum zu vermeiden. Insbesondere für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder Eltern mit Kinderwagen stelle das ungeordnete Abstellen ein Problem dar. Die konkrete Ausgestaltung des Bochumer Modells ist noch offen. Die Verwaltung soll nun prüfen, wie ein solches System vor Ort umgesetzt werden kann. Eine Einführung könnte schrittweise erfolgen.