Antisemitismus auch im Ruhrgebiet

Jude sei wieder ein Schimpfwort

Synagoge und Planetarium sind ein Blickfang
© Lutz Leitmann, Stadt Bochum

Die Jüdische Gemeinde Bochum beklagt einen zunehmenden Antisemitismus. Auch bei uns im Ruhrgebiet mache sich das immer stärker bemerkbar. Vor allem an Schulen sei das Wort Jude wieder ein Schimpfwort geworden. Das hat uns der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, Aleksander Chraga gesagt. Generell seien die Juden im Ruhrgebiet vorsichtiger geworden. Die Kippa werde oft verdeckt getragen, ähnlich sehe es mit symbolischem Schmuck aus. Ein Lob gab es aber für die Bochumer Polizei. Sie habe ihre Präsenz nach dem Anschlag mit zwei Toten in Halle gestern sofort verstärkt, es finden auch regelmäßig Gespräche statt. Die Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen hat nach eigenen Angaben etwas mehr als tausend Mitglieder.

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