
Stadt Bochum kann nicht flexibel auf Temperaturen reagieren
Der Ruhrverband warnt davor, bei dem guten Wetter aktuell in der Ruhr schwimmen zu gehen. Erst am Wochenende ist in unserer Nachbarstadt Essen ein 14-jähriger Junge in der Ruhr ertrunken. Laut Ruhrverband ist die Ruhr zu gefährlich - außer an ausgewiesenen Badestellen.
"Besonders problematisch ist dabei, dass die Gefahr oft nicht sichtbar ist. Bereiche, die auf den ersten Blick ruhig und harmlos erscheinen, können unter Wasser Strömungen oder Vertiefungen aufweisen, die zur Gefahr werden. Auch Kälteunterschiede im Wasser können den Kreislauf belasten und die körperliche Leistungsfähigkeit plötzlich beeinträchtigen." - Der Ruhrverband in einer Pressemitteilung
In Bochum gibt es nur eine offizielle Badestelle, in Dahlhausen an den Ruhrwiesen. Dort steht die Badeampel allerdings seit letztem Jahr schon auf "rot". Und das bleibt noch bis zur nächsten Woche, bis zum 4. Juni, so. Im Frühjahr hat die Stadt mit Wetterdaten den 4. Juni als Zeitpunkt zur Eröffnung festgelegt. Jetzt kann sie nicht flexibel genug reagieren. Wie schon in den letzten Jahren muss die Stadt zur Eröffnung - und auch während der gesamten Badesaison - die Wasserqualität der Ruhr an der Stelle garantieren können. Dafür werden Wasserproben entnommen, die im Labor ausgewertet werden. Deshalb ist die Badeampel häufig nach Regen auf "rot".