Bahnstreik: Zugausfälle und Verspätungen in Bochum

Bei uns in Bochum wird der Zugverkehr in den nächsten zwei Tagen (11. & 12. August) deutlich eingeschränkt. Die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL haben für einen kurzfristigen Streik bei der Deutschen Bahn gestimmt.

Frontansicht Bochumer Hauptbahnhof
© Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Was heißt der Streik bei der Deutschen Bahn für Bochum?

Bei uns in Bochum wird der Zugverkehr in den nächsten zwei Tagen deutlich eingeschränkt. Ab 2 Uhr in der kommenden Nacht (11. August) wird der Personenverkehr der Deutschen Bahn bestreikt. Bereits ab heute Abend gilt das für den Gütervekehr. Der Streik soll 48 Stunden gehen. Ihr müsst deswegen am Mittwoch und Donnerstag mit einigen Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ruft zu dem Streik bei der Deutschen Bahn auf. Bei der Urabstimmung der Gewerkschaft stimmten 95 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für einen Arbeitskampf, teilte die GDL mit. 70 Prozent der Mitglieder sollen an der Urabstimmung teilgenommen haben.

Viel Kritik am Streik

Die Bahn kritisierte die Ankündigung der GDL scharf. Das Nutzungsverhalten der Kunden habe sich pandemiebedingt gerade erst normalisiert. Auch der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte den angekündigten Streik. "Das ist deutlich zu kurzfristig", sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann. Die Kunden brauchten mehr Zeit, um ihre Reisen umzuplanen. "Ein Streik richtet sich bei der Bahn nicht nur gegen das Unternehmen, sondern auch gegen weite Teile der Bevölkerung. Viele Fahrgäste können nicht ausweichen." Die GDL weist darauf hin, dass die monatelangen Tarifgespräche um Lohnerhöhungen zwischen Bahn und GDL bereits Anfang Juni gescheitert waren.

Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn

Im Fernverkehr wird das bundesweite Angebot für Mittwoch und Donnerstag auf rund ein Viertel reduziert. Priorität haben die besonders stark genutzten Verbindungen, so zwischen Berlin und der Rhein-/Ruhr-Region, zwischen Hamburg und Frankfurt (Main) sowie die Anbindung wichtiger Bahnhöfe und Flughäfen. 

 Für den Regional- und S-Bahnverkehr gibt es ebenfalls Ersatzfahrpläne. Es geht in den Metropolregionen und im ländlichen Raum darum, ein Grundangebot für Schüler:innen, Berufspendler:innen sowie wichtige Zubringer zu Fernverkehrszügen oder Flughäfen beizubehalten. Die Anzahl der angebotenen Züge wird je nach Region stark schwanken.

 Alle bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom 11. bis einschließlich 13. August vom GDL-Streik betroffen sind, behalten ihre Gültigkeit und können bis einschließlich 20. August flexibel genutzt werden. Die Zugbindung bei Sparpreisen und Super Sparpreisen ist aufgehoben. Für die Weiterfahrt können auch andere Züge genutzt werden, dies gilt auch für Züge des Nahverkehrs (RE, RB, IRE und S-Bahn). Zudem können Fahrkarten kostenfrei erstattet werden. 

Für detailierte Infos verweist die Bahn auf ihre Homepage und die App DB Navigator.

Eine kostenlose Streikhotline schaltet die DB ab heute (10. August) 15 Uhr unter 08000 99 66 33.

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