
Umbau der Castroper Straße beginnt 2027
Bochum bekommt rund sechs Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen und von der Emschergenossenschaft. Mit dem Geld will die Stadt Straßen nach dem Schwammstadt-Prinzip umbauen und das Dach des Wattenscheider Rathauses begrünen. Der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft, Uli Paetzel, hat den Förderbescheid an Oberbürgermeister Jörg Lukat übergeben.
Rund vier Millionen Euro sind für den zweiten Bauabschnitt der Castroper Straße vorgesehen. Der Abschnitt führt vom Planetarium bis zum Stadion. Die Arbeiten sollen nach Angaben der Emschergenossenschaft im Frühjahr 2027 beginnen.
Regenwasser bleibt an der Castroper Straße
Regenwasser von Straßen, Parkplätzen, Gehwegen und Dächern soll künftig nicht mehr gemeinsam mit dem Abwasser in die Kanalisation fließen. Stattdessen kann es über Mulden, Rigolen und entsiegelte Flächen versickern. Das soll den Kanal bei Starkregen entlasten und das Risiko von Rückstau reduzieren.
Unter den Straßenbäumen plant die Stadt zusätzliche Rigolen. Dabei handelt es sich um unterirdische Speicherkästen, die Niederschlag aufnehmen und zeitversetzt abgeben können. Das gespeicherte Wasser steht damit auch den Bäumen zur Verfügung.
Zwei Millionen Euro für Wattenscheid
Weitere rund zwei Millionen Euro fließen nach Wattenscheid. Ein Teil der Straße An der Papenburg soll ebenfalls eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung bekommen. Wasser soll dort versickern oder für die Versorgung der Straßenbäume gespeichert werden.
Außerdem wird das Dach des Wattenscheider Rathauses begrünt. Die Pflanzen sollen Regenwasser zurückhalten und durch Verdunstung für Kühlung sorgen. Die Begrünung kann außerdem die Dämmwirkung des Dachs verbessern. Nach aktueller Planung sollen diese Arbeiten im Sommer 2028 beginnen.