Bochum: Fehlende Schuleingangsuntersuchungen

Bei uns in Bochum werden auch in diesem Jahr wieder Erstklässlerinnen und Erstklässler ohne vorherige Untersuchung eingeschult. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Es gibt einen einfachen Grund dafür: Corona.

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Corona in Bochum sorgt für viel Arbeit bei der Stadt

Bis zum Beginn des neuen Schuljahres werden nach Schätzung der Stadt Bochum insgesamt nur etwa 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine Schuleingangsuntersuchung bekommen. Das liege vor allem an den Auswirkungen der Pandemie. Zum einen sind diese Untersuchungen aus Schutzgründen ausgesetzt worden. Zum anderen fehlt es an Personal, das diese Untersuchungen durchführt. Denn viele Mitarbeitende der Stadt Bochum werden auch jetzt noch für den Infektionsschutz eingesetzt. Das betrifft auch Räume und Computertechnik.

Priorisierung bei Terminvergabe

Im aktuellen Schuljahr 2020/21 sind laut Stadt Bochum bislang (Stand 17.06.) 362 Untersuchungen durchgeführt worden. 200 Termine wird die Stadtverwaltung noch bis zum Beginn des Schuljahres für die Schuleingangsuntersuchung anbieten. Damit wäre dann etwa jeder fünfte Schulanfänger vor der Einschulung entsprechend untersucht worden. Für diese Termine gebe es schon eine Priorisierungsliste, sagt die Stadt. 

Folgen in Bochum unklar

"Wir wissen nicht, wie sich fehlende Schuleingangsuntersuchungen auf die Schülerinnen und Schüler in unserer Stadt auswirken".


Das sagt die Stadt Bochum. Möglicherweise werden einzelne Förderbedarfe erst später sichtbar. Das System Schule sei weniger voraussschauend.

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