
Bilanz steigt auch 2025
Auch 2025 ist die Bilanz der genossenschafttlichen GLS-Bank wieder gestiegen. Mit 11,6 Milliarden Euro ist die Bilanzsumme der Bochumer Bank um 7,7% gestiegen. Den größten Anteil daran haben die Kundeneinlagen mit 9,7 Milliarden Euro. Diese Summe ist im Vorjahresvergleich um 9% gestiegen - stärker als in den Vorjahren. Auch die Zahl der Kund:innen der GLS-Bank ist im vergangenen Jahr noch einmal moderat gestiegen. Einen Zuwachs konnte die GLS außerdem bei ihren Mitgliedern verzeichnen. Knapp 154.000 Menschen sind Mitglieder der Bochumer Genossenschaftsbank - etwa 7,4% mehr als noch 2024.
Kredite hauptsächlich in erneuerbare Energien
Die GLS Bank hat in 2025 insgesamt fast 1,4 Milliarden Euro an neuen Krediten vergeben. Der überwiegende Teil (43%) ging in Vorhaben der Erneuerbaren Energien. Hier hat die GLS 30% mehr an Krediten vergeben als noch 2024. An Position zwei standen mit 25% des Neukredit-Volumens neue Wohnprojekte. Weitere Positionen bei der Neukreditvergabe waren
- "Soziales und Gesundheit" // 11%
- "Nachhaltige Wirtschaft" // 11%
- "Bildung und Kultur" // 6%
- "Ernährung" // 4%
Die Vorstände der GLS haben sich in der Bilanzpressekonferenz am 26.02.26 mit diesen Ergebnissen zufrieden gezeigt und noch einmal die Philosophie des Kreditinstitutes hervorgehoben: "Der Sinn steht stets vor dem Gewinn [...]
„[...] So heißt es in unserem Leitbild. Dass dieses Modell auch ökonomisch tragfähig ist, zeigen wir auch in diesem Jahr mit unserer Geschäftsentwicklung. Es bekräftigt, dass wir gemeinsam mit dieser zugrundeliegenden Logik die Art von Wirtschaft neu definieren können und sich immer mehr Menschen dieser Idee anschließen." - Dirk Kannacher, Vorstand GLS
Kritik haben die GLS-Vorstände in diesem Zuge noch einmal an Marktverzerrungen zu Lasten nachhaltiger Alternativen geübt. Diese soll eine Studie nachweisen, die die GLS beim Institut der deutschen Wirtschaft in Auftrag gegeben hat.
Auftrag aus Bochum: Marktverzerrungen laut IW-Studie
Die sozial-ökologische Genossenschaftsbank hat beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) eine Studie in Auftrag gegeben, laut der nachhaltige Alternativen, beispielsweise bei Lebensmitteln, "steuerlicher Diskriminierung" unterlägen, so GLS-Vorständin Aysel Osmanoglu in der Bilanzpressekonferenz. Auch der deutlich erhöhte bürokratische Aufwand bei Nachweispflichten verteuere nachhaltige Alternativen und führe zu entsprechenden Marktverzerrungen. Die GLS fordert deshalb eine Lenkung durch die Bundespolitik und nimmt dabei besonders Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche in die Verantwortung.