
Düsseldorf würdigt Grönemeyers Verbundenheit zum Ruhrgebiet
Ministerpräsident Hendrik Wüst und Kulturministerin Ina Brandes überreichen den mit 25.000 Euro dotierten Preis am 17. November 2026 im Düsseldorfer Museum K21. Die Jury ehrt den 70-jährigen Künstler für sein musikalisches Schaffen, das untrennbar mit dem Ruhrgebiet verbunden sei. Sein Erfolgsalbum „4630 Bochum“ gilt laut Landesregierung als Meilenstein der deutschen Musikgeschichte.
Der Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen wird in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben und würdigt herausragende Leistungen zeitgenössischer Kunstschaffender. Bisherige Preisträger waren unter anderem die Künstlerin Mary Bauermeister, der Musiker Helge Schneider und der Autor Ralf Rothmann. Eine Fachjury aus verschiedenen Kunstsparten wählt die Gewinner aus.
Einsatz für Demokratie und Zusammenhalt
Neben der musikalischen Bedeutung lobt die Jury auch Grönemeyers unermüdlichen gesellschaftlichen Einsatz. Er setze sich stark für eine weltoffene Demokratie, die Bekämpfung von Armut sowie für eine faire Vergütung im Musikstreaming ein. Für die Menschen im Revier sei er ein Vorbild, der trotz internationaler Erfolge stets bodenständig geblieben sei.
Neben Grönemeyer erhalten sieben Nachwuchstalente aus Nordrhein-Westfalen Förderpreise in Höhe von jeweils 15.000 Euro. Ausgezeichnet werden unter anderem das Bochumer Architektur-Duo Katharina und Lucas Schrader, die Urban-Arts-Akteure Kama Frankl-Groß und Kwame Osei am Theater Oberhausen sowie die Dortmunder Autorin Miedya Mahmod.