
Kritik aus Bochum und bundesweit
Das Bundesinnenministerium plant offenbar, 2027 die Finanzierung für spezialisierte Rechtsberatung für queere und andere besonders schutzbedürftige Geflüchtete zu streichen. Das hatte das Ministerium Anfang des Monats bekannt gegeben. Insgesamt 13 Hilfsorganisationen kritisieren diesen Schritt nun in einem offenen Brief an die zuständigen Ministerien deutlich. Darunter auch die Rosa Strippe aus Bochum. Die Organisationen warnen davor, dass besonders schutzbedürftige Menschen dadurch noch stärker gefährdet würden. Queere Geflüchtete seien überdurchschnittlich häufig von Verfolgung und Diskriminierung betroffen. Ohne spezialisierte Beratung hätten viele zudem große Schwierigkeiten, ihre individuelle Situation gegenüber deutschen Behörden verständlich darzulegen, vor allem aus Angst vor weiterer Diskriminierung.
Allgemeine Beratungsangebote könnten diese Lücke nicht schließen, heißt es weiter. Die Organisationen fordern deshalb, einen anderen Weg einzuschlagen.