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Streiken Demo Demonstration Frau hält Schild hoch
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Bochum: Kürzungen bedrohen Psychotherapie-Praxen

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe warnt vor massiven finanziellen Einschnitten für psychotherapeutische Praxen in Bochum. Im Zuge des neuen GKV-Sparpakets droht der Wegfall wichtiger Honorarsicherungen für die ambulante Versorgung.

Veröffentlicht: Samstag, 11.07.2026 04:48

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Bochumer Praxen vor wirtschaftlichem Aus

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In Bochum wächst die Sorge um die Zukunft der ambulanten Psychotherapie, da das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz drastische Änderungen vorsieht. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) kritisiert insbesondere die geplante Streichung der sogenannten Angemessenheitsprüfung, die bislang ein Mindestniveau für Honorare garantierte. Für viele Therapeuten im Bochumer Stadtgebiet bedeutet dieser Wegfall eine unmittelbare Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage. Ohne diesen gesetzlichen Schutzmechanismus könnten die Vergütungen unter ein Niveau sinken, das den Betrieb einer eigenen Praxis kaum noch möglich macht. Die Folge wäre ein deutlicher Rückgang an verfügbaren Therapieplätzen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

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Bundesweite Protestwelle gegen Sparpläne

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Gegen das Vorhaben der Bundesregierung formiert sich derzeit eine bundesweite Protestwelle, die von zahlreichen Fachverbänden und Kammern getragen wird. Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) und das Aktionsbündnis Psychotherapie warnen davor, dass durch die kurzfristigen Änderungen am Gesetzentwurf jahrelang erkämpfte Qualitätsstandards zunichtegemacht werden. Viele Fachleute bezeichnen das Gesetz als handwerklich schlecht gemacht und kritisieren, dass wichtige Abstimmungen mit der Selbstverwaltung im Vorfeld versäumt wurden. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die überproportionale Belastung einzelner Fachgruppen innerhalb des Gesundheitswesens. In ganz Deutschland solidarisieren sich nun Therapeuten, um auf die drohende Erosion der psychotherapeutischen Versorgungsstrukturen aufmerksam zu machen.

„Das gesamte Gesetzgebungsverfahren bestätigt immer mehr, dass die Politik versäumt hat, dies im Vorfeld mit uns abzustimmen. Und dieser Änderungsantrag, der die Psychotherapie mit voller Wucht trifft, setzt dem Ganzen ein Stück weit die Krone auf.“ - Anke Richter-Scheer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVWL
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Widerstand auf der Straße: Demonstration am 11. Juli

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Als Teil des bundesweiten Protests ist auch eine zentrale Kundgebung in der Region geplant, um den Forderungen der Psychotherapeuten Nachdruck zu verleihen. Die Demonstration findet am Samstag, den 11. Juli, um 10 Uhr auf dem Platz der Deutschen Einheit statt. Die Organisatoren rufen zum gemeinsamen Schulterschluss auf, um die ambulante Versorgung für Patienten dauerhaft abzusichern. Der Protest soll deutlich machen, dass eine stabile Finanzierung der Praxen untrennbar mit der Gesundheit der Bevölkerung verknüpft ist.

„Hier wird nicht gespart, hier wird zerstört. Ein Anspruch, den wir uns über zwei Jahrzehnte vor Gericht erkämpft haben, soll in letzter Minute kassiert werden.“ - Alice Jordan, Aktionsbündnis Psychotherapie e.V.
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