
Reform seit Juli in Kraft
Seit dem 1. Juli 2026 gilt in Deutschland das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz. Es soll die Apotheken stärken und Teile der Versorgung weiterentwickeln. Im politischen Verfahren wurde dabei unter anderem über zusätzliche Kompetenzen und Aufgaben für Apotheken diskutiert.
KVWL sieht Risiken für die Patientensicherheit
Die KVWL warnt davor, dass Apotheken künftig mehr medizinische Leistungen übernehmen könnten, etwa bei Impfungen, Schnelltests oder Blutentnahmen. Aus Sicht der KVWL reicht ein solcher Eingriff über die reine Durchführung hinaus: Vor einer Impfung müssten mögliche Risiken, Vorerkrankungen und Gegenanzeigen geprüft werden. Die KVWL sieht darin deshalb ein Risiko für die Patientensicherheit. Diese Einordnung entspricht auch der grundsätzlichen Kritik ärztlicher Organisationen am Gesetzgebungsverfahren.
Forderung nach klaren Grenzen
Die KVWL fordert von der Politik, die Zuständigkeiten klar zu regeln. Die Organisation betont am Tag der Patientensicherheit, dass medizinische Behandlung und Patientensicherheit eng zusammenhängen. Patientensicherheit sei ein zentrales Thema der ambulanten Versorgung, das nach Ansicht der KVWL nicht durch unklare Aufgabenverteilungen geschwächt werden dürfe.