
Juli war extrem trocken
Wie viele Flüsse in Deutschland kämpft auch die Ruhr mit extremer Trockenheit. Nach Angaben des Ruhrverbands fielen im Juli im Einzugsgebiet der Ruhr nur 22 Millimeter Niederschlag. Das sind 77 Prozent weniger als normalerweise. Damit war der Juli 2026 einer der trockensten, vermutlich sogar der trockenste Juli seit rund 100 Jahren.
Talsperren mussten jeden Tag Wasser abgeben
Ohne die Talsperren wäre die Ruhr laut Ruhrverband am Pegel Villigst bei Schwerte an 18 von 31 Julitagen streckenweise komplett trockengefallen. Tatsächlich musste an allen 31 Tagen Wasser aus den Talsperren abgegeben werden, um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestwassermenge in der Ruhr sicherzustellen. Allein im Juli wurden dafür 31 Millionen Kubikmeter Wasser aus den Talsperren abgegeben.
Trinkwasserversorgung bleibt vorerst gesichert
Trotz der lang anhaltenden Trockenheit gibt der Ruhrverband vorerst Entwarnung für die Trinkwasserversorgung. Die Talsperren sind aktuell noch zu rund 80 Prozent gefüllt. Das entspricht etwa 380 Millionen Kubikmetern Wasser. Deshalb sei die Versorgung auch bei weiterer Trockenheit zunächst gesichert. Gleichzeitig macht der Ruhrverband deutlich, dass Wasser weiterhin sparsam genutzt werden sollte. Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Wasserentnahme aus Ruhr und Lenne bereits verboten. Damit soll verhindert werden, dass die niedrigen Wasserstände weiter sinken.