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Bochum: Sontowski (AfD) will nicht zurücktreten
© FUNKE Foto Service / Uwe Ernst
Cedric Sontowski (AfD) und Ingrid Mohelská (AfD) bei der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid am Dienstag, den 4. November 2025, im Rathaus Wattenscheid.
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Bochum: Sontowski (AfD) will nicht zurücktreten

Der 2. stellvertretende Bürgermeister in Wattenscheid, Cedric Sontowski, will nicht zurücktreten. Die Bezirksvertretung hatte ihn dazu aufgefordert.

Veröffentlicht: Dienstag, 03.03.2026 14:53

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Wattenscheid: Resolution mit großer Mehrheit angenommen

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Die Bezirksvertretung in Wattenscheid hat am Dienstag, den 03.03.26, über eine Resolution abgestimmt. Diese fordert Cedric Sontowski von der AfD dazu auf, von seiner Position als 2. stellvertretender Bezirksbürgermeister zurückzutreten. Von 17 Stimmberechtigten stimmten 13 dafür und 4 dagegen. Die AfD selbst stellt in der Bezirksvertretung 4 Mitglieder und hat eine geheime Abstimmung beantragt. Sontowski selbst weigert sich, der Rücktrittsforderung nachzukommen

"[...] Am Ende des Tages ist eines entscheidend - und zwar der Rückhalt aus der Bevölkerung. Und der ist da. Insofern, warum sollte ich zurücktreten?" - Cedric Sontowski, stellvertretender Bezirksbürgermeister Bochum-Wattenscheid

Sontowski hatte im Vorhinein schon erklärt, nicht zurücktreten zu wollen.

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Möglicher Abwahlantrag in Wattenscheid

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Damit Cedric Sontowski, wie von der Mehrheit der Bezirksvertretung in Wattenscheid gewollt, seine Position als 2. stellvertretender Bezirksbürgermeister abgeben müsste, bräuchte es einen offiziellen Abwahlantrag. Für den ist eine 2/3 Mehrheit in der Bezirksvertretung notwendig. Wolfgang Rohmann von der "Wattenscheider Chance" hat allerdings am Tag der Resolution schon erklärt, er unterstütze mit seiner Wählergemeinschaft einen solchen Antrag. Er könnte also realistisch durchkommen. Die "Wattenscheider Chance" hat zwei Mitglieder in der Bezirksvertretung.

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Öffentliche Vorwürfe stehen im Raum

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Grund für die Resolution zu Sontowskis Rücktritt waren Vorwürfe, die Anfang des Jahres öffentlich geworden waren. Sontowoski soll auf einer Weihnachtsfeier der AfD mehrere Mitglieder beleidigt und bedroht haben. Der Bochumer AfD-Kreisverband hatte in der Konsequenz ein Parteiausschlussverfahren gegen Sontowski beantragt.

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