Anzeige
Bochum Teil großangelegter Razzia gegen Schwarzarbeit
© Heiko Kverling - Fotolia
Teilen:

Bochum Teil großangelegter Razzia gegen Schwarzarbeit

Bei einem bundesweiten Großeinsatz gegen illegale Beschäftigung und das Einschleusen von Arbeitskräften haben Ermittler auch in Bochum zugeschlagen. Insgesamt waren mehr als 1.000 Einsatzkräfte in mehreren Bundesländern im Einsatz.

Veröffentlicht: Mittwoch, 14.01.2026 16:24

Anzeige

Durchsuchungen auch in Bochum

Anzeige

Im Kampf gegen Schwarzarbeit und organisierte Kriminalität in der Nagelstudio-Branche haben Bundespolizei, Zoll, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft am Mittwoch zahlreiche Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Auch Bochum war betroffen: In der Stadt wurden vier Objekte kontrolliert. Insgesamt fanden Durchsuchungen in 49 Objekten in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen statt.


Anzeige

Ermittlungen gegen mutmaßlichen Drahtzieher aus Düsseldorf

Anzeige

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein 56-jähriger Mann aus Düsseldorf. Ihm wird vorgeworfen, über viele Jahre hinweg gewerbs- und bandenmäßig ausländische Arbeitskräfte eingeschleust, Sozialabgaben vorenthalten und Steuern hinterzogen zu haben. Nach Angaben der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen soll er seit rund 16 Jahren mehrere Nagelstudios betrieben haben, unter anderem im Ruhrgebiet, in Stuttgart sowie im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Beschäftigt worden sein sollen dabei vietnamesische Staatsangehörige ohne gültige Aufenthaltserlaubnis.

Anzeige

Drei Haftbefehle vollstreckt – Millionenschaden

Anzeige

Im Zuge des Einsatzes wurden drei Haftbefehle in Düsseldorf und Dortmund vollstreckt. Neben dem Hauptbeschuldigten nahmen die Ermittler zwei Leiterinnen von Nagelstudios im Alter von 36 und 44 Jahren fest. Der entstandene Schaden für Steuer- und Sozialkassen soll sich auf mehr als sieben Millionen Euro belaufen. Gegen weitere 24 Beschuldigte wird derzeit noch ermittelt. Neben Bochum waren unter anderem auch Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Köln, Herne sowie mehrere Städte in Süddeutschland und Niedersachsen von den Durchsuchungen betroffen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige