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Viele Seelsorge-Gespräche bei Bochum Total
© Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen
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Viele Seelsorge-Gespräche bei Bochum Total

Zum ersten Mal gab es bei Bochum Total 2026 ein Angebot zur Seelsorge. Es wurde gut angenommen – und soll Zukunft haben.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.07.2026 11:01

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Bochum Total: Über 500 Gespräche mit Festival-Seelsorge

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Die gemeinsame Festivalseelsorge der katholischen und evangelischen Kirche hat bei Bochum Total eine positive Premiere erlebt. An allen vier Festivaltagen war ein 16-köpfiges ökumenisches Team jeweils in zwei Schichten von 16 bis 23 Uhr im Einsatz - sowohl in einem Zelt am Musikforum als auch unterwegs zwischen Bühnen, Ständen und Kneipen im Bermudadreieck. Nach Angaben der Organisatoren wurden dabei rund 500 Gespräche geführt. Das Spektrum reichte von kurzen Rückmeldungen bis zu langen, sehr persönlichen Unterhaltungen. Viele Besucherinnen und Besucher hätten das Angebot dankbar angenommen, so das Bistum Essen.

Auch vom Veranstalter gab es bereits positive Signale: Marcus Gloria habe schon gefragt, ob die Seelsorge auch 2027 wieder dabei sein könne, wenn Bochum Total erstmals im Westpark an der Jahrhunderthalle stattfindet. Zunächst soll das Projekt nun ausgewertet werden. Für das Bistum Essen war der Einsatz zugleich ein Experiment im Rahmen des Innovationslabors. Gemeinsam soll nun geprüft werden, ob sich das Konzept auch auf andere Großveranstaltungen übertragen lässt.

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Tiefe Trauer oder Einsamkeit: Seelsorge hat alle Themen abgedeckt

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Im Mittelpunkt der Gespräche standen häufig sehr persönliche Lebensthemen, die mit dem Festival selbst zunächst wenig zu tun hatten. Nach Angaben der Seelsorgenden ging es unter anderem um Trauer, Einsamkeit, Krankheit, Lebenskrisen sowie Probleme in Familie, Partnerschaft oder Beruf.

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Constantin Decker über Gespräche bei der Festivalseelsorge
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Der katholische Pastoralreferent und Seelsorger Michael Diek beschreibt das als das ganz normale Leben halt. Die Leute bringen ihre Geschichten mit. Gerade auf einem Festival könne es trotz ausgelassener Stimmung zu plötzlichen emotionalen Momenten kommen - etwa ausgelöst durch ein Musikstück, eine Erinnerung oder ein Gespräch im Freundeskreis. Dann entstehe mitten im Feiern ein „Knick“, in dem Traurigkeit oder Überforderung spürbar werde. In solchen Situationen sei es für viele hilfreich, mit einem unbekannten, unvoreingenommenen Menschen sprechen zu können. Nach Einschätzung der Organisatoren habe das Reden vielen Betroffenen gutgetan und ihnen oft die Leichtigkeit zurückgegeben, um anschließend wieder am Festivalgeschehen teilnehmen zu können.

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