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Bochum: Ziel für Barrierefreiheit verfehlt
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Barrierefreiheit
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Bochum: Ziel für Barrierefreiheit verfehlt

Die Stadt Bochum hat im vergangenen Jahr nur neun Haltestellen barrierefrei umgebaut – deutlich weniger als geplant. Das Ziel lag bei mindestens 30 barrierefreien Haltestellen für 2025.

Veröffentlicht: Mittwoch, 18.02.2026 13:02

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Mehr Neubauten als Ausbauarbeiten

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Im vergangenen Jahr sind nur neun von 30 geplanten Haltestellen für Bus und Bahn barrierefrei ausgebaut worden. Die Bochumer VOLT‑Fraktion kritisiert diese Entwicklung und weist darauf hin, dass in den Vorjahren deutlich mehr Haltestellen modernisiert wurden. Die Stadt erklärt das verfehlte Ziel damit, dass sich die Gesamtzahl der Haltestellen jedes Jahr verändert: Neue Haltestellen kommen hinzu, andere fallen weg. 2025 seien zum Beispiel neue Steige an der Darpestraße, der Amtsstraße und der Glück‑auf‑Straße entstanden. Sie wurden unter anderem gebaut, um einen neuen AST‑Verkehr für die Buslinie 368 einzurichten.

Beim barrierefreien Ausbau von Straßenbahnsteigen kommt die Stadt langsamer voran. Grund dafür ist ein notwendiges Planfeststellungsverfahren, das viel Zeit kostet und deutlich teurer ist als der Ausbau von Bushaltestellen.

Für die kommenden Jahre zeigt sich die Stadt dennoch optimistisch: Wenn weiter stark in den öffentlichen Nahverkehr und den Ausbau der Haltestellen investiert wird, könnte das Ziel von 30 barrierefreien Steigen pro Jahr wieder erreicht werden.

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