
Zoll durchsucht Geschäfts- und Wohnräume
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat am Donnerstag (06.08.) Geschäfts- und Privaträume in 13 Städten durchsucht. Nach Angaben des Hauptzollamts Dortmund waren daran 260 Einsatzkräfte beteiligt. Die Staatsanwaltschaften Hagen und Essen haben die Maßnahmen im Rahmen umfangreicher Ermittlungsverfahren in der Gebäudereinigungsbranche angeordnet. Der Schwerpunkt hat im Raum Hagen gelegen.
Bochum gehört zu den Einsatzorten
Durchsuchungen hat es in Arnsberg, Bochum, Dorsten, Dortmund, Gütersloh, Hagen, Hattingen, Herdecke, Saarbrücken, Saerbeck, Münster, Warendorf und Wuppertal gegeben. Wie viele der insgesamt 30 durchsuchten Objekte in Bochum liegen und ob es sich dabei um Geschäftsräume oder eine Privatwohnung handelt, hat das Hauptzollamt nicht mitgeteilt. Angaben zu den Beschuldigten oder zu betroffenen Unternehmen gibt es wegen der laufenden Ermittlungen ebenfalls nicht.
Ermittler stellen Unterlagen und Datenträger sicher
Die Einsatzkräfte haben bei den Durchsuchungen Geschäftsunterlagen, elektronische Datenträger und Mobiltelefone sichergestellt. Fachleute der Digitalen Forensik und spezialisierte Vermögensermittler des Zolls haben die Finanzkontrolle Schwarzarbeit unterstützt. Festnahmen hat es nach Angaben des Hauptzollamts nicht gegeben. Die Ermittlungen dauern an.
Verdacht auf verschleierte Schwarzlohnzahlungen
Die Beschuldigten sollen über einen längeren Zeitraum arbeitsteilig sogenannte Abdeckrechnungen eingekauft haben. Nach dem bisherigen Verdacht haben sie damit Schwarzlohnzahlungen an Beschäftigte verschleiert. Den Sozialversicherungsträgern und dem Fiskus könnte dadurch ein Schaden von rund 1,5 Millionen Euro entstanden sein.