Bochumer Gastronomen gegen Abschiebung

Irakischer Kurde soll noch im August Deutschland verlassen

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Bochumer Gastronomen denken darüber nach, sich nicht mehr an der Integration von Geflüchteten zu beteiligen. Hintergrund ist ein aktueller Fall im Restaurant Haus Kemnade. Dort soll ein irakischer Mitarbeiter abgeschoben werden, der seit über einem Jahr dort arbeitet und sich bestens integriert habe. Der junge Kurde soll Deutschland noch in diesem Monat verlassen, das hat ihm die Stadt Bochum geschrieben. Und das, obwohl eine andere Behörde ihm eine Arbeitserlaubnis bis zum Jahr 2021 ausgestellt hat. Das Gastgewerbe leidet unter Fachkräftemangel. Immer wieder werde man von den Behörden gebeten, Geflüchtete in Arbeit zu bringen, sagte uns der Inhaber des Haus Kemnade, Heinz Bruns. Die würden dann aber immer wieder, zum Teil nach Jahren, aus den Betrieben herausgezogen und abgeschoben. Von ähnlichen Erfahrungen berichteten auch andere Bochumer Gastro-Betriebe und der Gaststättenverband Dehoga. Sollte diese Praxis so weitergehen, wollen die Gastronomen in Zukunft darauf verzichten, bei Integrationsmaßnahmen mitzumachen.

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