
Kritik an Änderungen bei Therapien
Mit dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz sollen die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung stabilisiert werden. Kritik gibt es dabei insbesondere von Verbänden aus der Psychotherapie. Sie warnen vor Honorarkürzungen und Deckelungen, die aus ihrer Sicht die Versorgung verschlechtern und Wartezeiten verlängern könnten.
Bereits bewilligte Therapien sollen weiterlaufen
Der Bochumer SPD-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitiker Serdar Yüksel hat gegenüber Radio Bochum erklärt, dass er die Sorgen sehr ernst nehme und auch nachvollziehen könne. Gleichzeitig betont er, dass bereits bewilligte Therapien auch im Jahr 2027 ohne Kürzungen weiterlaufen sollen.
"Sollte sich zeigen, dass gesetzlich Versicherte schlechteren Zugang zu psychotherapeutischer Hilfe erhalten oder notwendige Behandlungen erschwert werden, muss der Gesetzgeber nachsteuern. Die Konsolidierung der gesetzlichen Krankenversicherung darf nicht zulasten der psychischen Gesundheit gehen.“ - Serdar Yüksel, SPD-Bundestagsabgeordneter für Bochum.
Außerdem setze sich die SPD für zusätzlichen Schutz besonders belasteter Patientengruppen ein. Yüksel macht zugleich deutlich, dass die Politik nachsteuern müsse, falls sich die Versorgung tatsächlich verschlechtern sollte.
Gesetz soll Beiträge stabil halten
Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz ist von Bundestag und Bundesrat noch vor der Sommerpause beschlossen worden. Es soll verhindern, dass die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung stark steigen. Gleichzeitig bleibt die Debatte darüber bestehen, ob einzelne Einsparungen am Ende zu Nachteilen für Patientinnen und Patienten führen könnten.