
Der Bootsbau - aus Beton?
Die Studierenden aus dem Bauingenieurwesen, sollen in einem Wahlmodul etwas über Beton als Baustoff lernen und was man daraus machen kann. Schon im Dezember 2025 haben die zehn angefangen sich eine Konstruktion und ein Konzept für ihr Betonkanu zu überlegen. Sie haben sich für "BOhana" als Konzept entschieden. Das Wort setzt sich zusammen aus dem "BO" der Hochschule und dem hawaiianischen Wort "Ohana", was "Familie" und "Zusammenhalt" bedeutet.
An Neujahr begann dann der eigentliche Bootsbau. Es wurden verschiedene Betonmischungen entwickelt und getestet: Das Boot muss stabil und wasserdicht sein, aber möglichst leicht. Die mit Glasfaser verstärkte Mischung wurde dann in einem einzigen Guss in Kanuform gebracht. Es ist über fünf Meter lang und fast einen Meter breit. Mit dem Kanu wurden verschiedene Testdurchläufe gemacht, um zu schauen, ob das Boot richtig schwimmt. Nachdem alle Mängel behoben wurden, begann das Team sein Konzept auch auf das Boot zu übertragen. Der Name, Hibiskus-Blumen und Wellen wurden mit der Hand auf das Kanu gemalt. Das Team kann für den Bau das Labor der Baustoffe nutzen, um alles weitere müssen sie sich selbst kümmern.
Wie ein Boot aus Beton schwimmen kann? Es greift das gleiche Prinzip, nach dem auch ein Boot auch Stahl schwimmen kann: Das Boot verdrängt mit seinem Gewicht das Wasser um sich herum. Das Wasser stemmt sich gegen das Boot und drückt es nach oben, das nennt sich Auftrieb. Wenn der Auftrieb mindestens so groß ist, wie das Gewicht des Boots, dann schwimmt es - auch, wenn es aus Beton ist.
Wie geht es weiter?
Die Studierenden fahren jetzt mit ihrem Kanu nach Brandenburg zur internationalen Betonkanu-Regatta. Dort treten über 30 Teams aus Deutschland, Österreich, der Türkei und vielen anderen Ländern an. Am Samstag, den 20.06.2026, schickt das Team der Hochschule ein Männer- und ein Frauenteam ins Rennen. Die Teams bestehen immer aus zwei Personen und es wird eine Strecke mit einem geraden Teil und einem Slalom abgefahren. Damit das Frauenteam antreten kann, ist eine Studentin aus dem Umweltingenieurwesen zum Team dazu gekommen. Sie paddelt schon seit mehreren Jahren und hat deswegen auch die anderen trainiert.
In dem Wettbewerb geht es nicht nur um den sportlichen Aspekt. Es werden auch Preise für Nachhaltigkeit, die Konstruktion und die Einbindung des Teamnamens vergeben. In den letzten Jahren ist die Hochschule bei dem Wettbewerb schon weit gekommen, dieses Jahr hoffen sie auf den Sieg. Das Beton-Boot "BOhana" wird nach dem Wettbewerb in dem Labor der Baustoffe in der Hochschule ausgestellt.