
Falsche Banking-Apps und Websites
Mitte September 2025 soll eine 67-jährige Bochumerin in die Investment-Gruppe eines Messengerdienstes geraten sein, in der es angeblich um Anlagetipps für Aktien und sogenannte NFTs, also digitale Wertmarken, gehen sollte. Die Betrüger sollen falsche Banking-Apps und Websites benutzt haben, um die Frau zu täuschen und ihr rund 1,2 Millionen Euro zu entlocken. Erst Anfang 2026 soll die Frau laut Polizei realisiert haben, dass sie betrogen wurde.
10 Tipps der Polizei Bochum
Die Polizei Bochum verweist darauf, dass Cyber-Trading-Betrüger professionell gestaltete Anzeigen, gefälschte Presseartikel und manipulierte Inhalte mit bekannten Persönlichkeiten nutzen würden, um Seriosität vorzutäuschen und Opfer auf betrügerische Plattformen zu locken. Dort werden hohe Gewinne versprochen, während vermeintliche Anlageberater durch emotionalen Druck und Fernzugriffe das Vermögen der Opfer erbeuten. Neuerdings werden auch betrügerische Investment-Chat-Gruppen genutzt, die man besser sofort verlässt.
Sie gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern 10 Tipps:
1. Investieren Sie nur in Produkte, deren Funktionsweise Sie verstehen.
2. Hinterfragen Sie hohe Renditeversprechen kritisch; garantierte Gewinne sind ein Warnsignal.
3. Holen Sie sich unabhängige Beratung bei bekannten Banken und Finanzinstituten.
4. Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters bei Verbraucherschutzorganisationen, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht oder der Verbraucherzentralen.
5. Geben Sie persönliche Daten nur bei sicheren, offiziellen Kontaktwegen weiter.
6. Melden Sie verdächtige Aktivitäten umgehend bei der Polizei.
7. Lehnen Sie Zahlungen ins Ausland ab, wenn ihnen diese ungewöhnlich erscheinen.
8. Nehmen Sie sich Zeit bei Investmententscheidungen und lassen Sie sich nicht zu schnellen Entscheidungen drängen.
9. Seien Sie misstrauisch bei ungefragten Gruppeneinladungen in sozialen Medien.
10. Bei Verdacht auf Betrug: Erstatten Sie sofort Anzeige bei der Polizei.
Verbraucherzentrale NRW kennt solche Fälle
Auch die Verbraucherzentrale NRW beschäftigt sich regelmäßig mit solchen Fällen.
"Im normalen Wirtschaftsleben ist es ja so, wenn man sehr hohe Renditen erzielen will, dann muss man auch sehr großes Risiko eingehen, alleine das müsste ja schon stutzig machen. Denn es ist ein großes Risiko, wenn Leute einem Versprechen, dass es kein großes Risiko gibt, aber man trotzdem riesige Erträge erzielen kann." - David Riechmann, Fachanwalt bei der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf.
Auf ihrer Internetseite gibt auch die Verbraucherzentrale Tipps, um sich vor Betrug im digitalen Raum zu schützen. Es gibt dort auch einen sogenannten Fakeshop-Finder.