
Sanierung des Ruhrstadions: Das ist wichtig für die VfL Fans
Neuer Anstrich, neue Kioske, schneller fließendes Bier, neue und vor allem mehr Toiletten. Der VfL Bochum hat am Dienstagabend im Ruhrcongress erste konkrete Einblicke in die Umbaumaßnahmen ab Sommer 2026 gegeben. Für 90 Millionen Euro soll das Stadion und auch drum herum modernisiert werden. Neues Parkhaus, ein neu gestalteter Außenbereich und Plaza vor der Ostkurve sollen den Fans mehr Aufenthaltsqualität bieten. Auch der VIP-Bereich und die Geschäftsstelle werden umgebaut. Insgesamt sollen damit nach Umbau 28.000 Fans ins Stadion passen, 2000 mehr als jetzt.
Zentraler Eingang über die Ostkurve
Neu ist auch: Die Fans sollen zukünftig nur noch über einen zentralen Eingangsbereich an der Ostkurve auf ihr Plätze kommen. Nur nach dem Spiel werden alle umliegenden Tore geöffnet.
Währund des Umbaus: 18.000 Fans weiterhin im Stadion
Während des Umbaus sollen immer mindestens 18.000 Fans im Stadion einen Platz finden. Alle Sitzplätze bekommen neue Sitzschalen und werden Block für Block umgebaut. Es entsteht ein neuer VfL-Fanbereich im jetzigen Gästeblock, sodass das Kontingent für Gästekarten weiter runtergefahren wird. Der Familienblock wird zu einem variablen Sitz- bzw. Stehbereich, damit für bestimmte Anlässe wie Nationalspiele der Frauen noch mehr Fans ins Stadion passen. Der Familienblock wird dafür verlegt.
6.000 Fans weniger im Stadion: Sorge bei Dauerkarteninhabern
Viele Fans sorgen sich um ihre geliebten Dauerkarten. Im ersten Bauabschnitt können alle betroffenen Dauerkartenplätze umverteilt werden, sagt Geschäftsführer Ilja Kaenzig. Im Laufe der Umbauarbeiten werden allerdings 2.500 Dauerkarteninhaberinnen und -inhaber ersatzlos auf ihre Plätze verzichten müssen. Der VfL wird das rechtzeitig kommunizieren und im Sommer 2026 zusammen eine möglich faire Lösung suchen, so Ilja Kaenzig weiter. Dazu soll es ein Fanforum geben zum Austausch untereinander. Ob dann gelost wird, ob langjährige Vereinsmitglieder Vortritt haben oder ähnliches, dazu können VfL Fans bereits jetzt Ideen per Mail einreichen. Per Mail könnt ihr eure Vorschläge an service@vfl-bochum.de schicken mit dem Betreff "Stadionsanierung".
Ausweichstadion noch nicht konkret
Dass Spiele des VfL Bochum in anderen Stadien ausgetragen werden, ist bisher nicht geplant. Trotzdem muss der VfL Bochum im Ernstfall vorbereitet sein und bei der DFL ein Ausweichstadion angeben. Dazu sei der VfL Bochum mit mehreren Vereinen in NRW im Gespräch, so Knut Keymer, Direktor Organisation beim VfL.
Fertigstellung bis Jubiläum und neuer Name
Alle Beteiligten zeigten sich zuversichtlich, dass die Sanierung des Ruhrstadions bis zum 50. Jubiläum im Sommer 2029 fertig sein wird. Schon vorab wird das "Vonovia Ruhrstadion" die Namensrechte an einen neuen Sponsor vergeben, da der Vertrag mit Vonovia nach 10 Jahren im Sommer 2026 ausläuft. Das Ruhrstadion wird auch in Zukunft Ruhrstadion heißen betonte VfL Geschäftsführer Ilja Kaenzig, dies sei Bedingung für zukünftige Namenssponsorings.
