
Preiserhöhungen im Handwerk
Jeder zweite Betrieb muss seine Preise erhöhen, die Auftragslage schrumpft. Das sind einige Erkenntnisse aus der Konjunkturumfrage des Handwerks. In den kommenden sechs Monaten planen 12 Prozent Neueinstellungen, während 13 Prozent mit einem Personalabbau rechnen. Für das kommende Halbjahr deutet sich kaum eine Veränderung an - mehr Betriebe erwarten sinkende Auftrags- und Umsatzzahlen (je 24 %) als steigende (19 % bzw. 21 %).
Steigende Kosten belasten Unternehmen
Bemerkenswert ist die Entwicklung der Verkaufspreise im Handwerk: in den vergangenen sechs Monaten haben 50 Prozent der Betriebe ihre Preise erhöht, während nur 9 Prozent Preisnachlässe meldeten. Damit steigen die Preise wieder stärker als zuletzt. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend im Kfz-Handwerk, in dem 63 Prozent der Betriebe Preissteigerungen verzeichneten. Mit Blick auf die kommende Geschäftsperiode rechnen 40 Prozent aller Betriebe mit weiteren Preiserhöhungen. Viele Betriebe sehen sich aufgrund steigender Kosten, insbesondere im Energie- und Materialbereich, zu Preisanpassungen gezwungen, um ihre wirtschaftliche Stabilität zu sichern, heißt es von der Handwerkskammer.