
Tarifvertrag gilt bis Ende 2029
Die Millionen Fahrgäste des kommunalen Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen müssen nach zahlreichen Arbeitsniederlegungen nicht mehr mit neuen Warnstreiks rechnen. In der dritten Verhandlungsrunde in Bochum einigten sich die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) auf einen Tarifabschluss, teilten beide Seiten mit.
Tarifabschlüsse für den kommunalen Nahverkehr gab es zuvor schon in mehreren Bundesländern: in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hessen. In den Tarifverhandlungen in NRW ging es um die Arbeitsbedingungen, insbesondere um Arbeitszeiten und Zuschläge, nicht aber um die Entgelte.
Lange Laufzeit
Die Einigung sieht ein Absenken der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 38 Stunden in zwei Schritten bei gleichem Lohn vor. Verdi hatte 37 Stunden gefordert. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten wird von 10 auf 11 Stunden erhöht. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit steigt von 25 Prozent des Stundenentgelts auf 30 Prozent. Verdi hatte mindestens 40 Prozent verlangt. Die Tarifeinigung sieht eine lange Vertragslaufzeit von vier Jahren bis Ende 2029 vor. Für die einzelnen Maßnahmen sind bestimmte Stichtage vorgesehen.