
Ende der IHK Mittleres Ruhrgebiet?
Die Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung: In einer Vollversammlung am Montag Nachmittag geht es um eine mögliche Fusion mit der IHK Essen. Die Diskussionen im Vorfeld zeigen, wie umstritten der Plan ist.
Veröffentlicht: Montag, 01.06.2026 13:54
Abstimmung über Zukunft der IHK Mittleres Ruhrgebiet
Die IHK Mittleres Ruhrgebiet könnte sich heute selbst abschaffen. In der Vollversammlung der Mitgliedsunternehmen steht eine Fusion mit der Nachbarkammer Essen zur Abstimmung. Ein klarer Trend ist vorab nicht erkennbar. Hintergrund ist ein Prüfprozess, der im vergangenen Jahr unter dem Motto „Kammer machen“ angestoßen wurde. Ziel war es, die Chancen und Risiken einer gemeinsamen IHK auszuloten. Doch offenbar haben die Ergebnisse viele Unternehmer in Bochum, Witten, Herne und Hattingen nicht überzeugt.
Wie geht es weiter?
Sollte die Fusion beschlossen werden, würde die bisher eigenständige IHK Mittleres Ruhrgebiet in einer größeren gemeinsamen Kammer aufgehen. Wird der Vorschlag abgelehnt, bleibt die Struktur vorerst bestehen und die Diskussion über die Zukunft dürfte weitergehen.
IHK Geschäftsführer soll freigestellt worden sein
Die IHK Mittleres Ruhrgebiet soll laut Radio Bochum-Informationen ihren Hauptgeschäftsführer Michael Bergmann freigestellt haben. Hintergrund seien Ungereimtheiten bei den Fusionsbestrebungen mit der IHK Essen. Dabei soll es um die zukünftige Weiterbeschäftigung und Bezahlung der Geschäftsführer gehen. Bergmanns Anwälte widersprechen den Vorwürfen und bezeichneten entsprechende Meldungen als Behauptung falscher Tatsachen. Der stellvertretende IHK Präsident Andor Baltz wollte die mögliche Freistellung Bergmanns nicht kommentieren und verwies auf die Mitgliederversammlung der IHK am Nachmittag.