
Explosion am späten Nachmittag in der Innenstadt
Gegen 17.30 Uhr kam es in der Flurstraße zu einer schweren Explosion in einem Einfamilienhaus. Als die Einsatzkräfte eingetroffen sind, hat sie ein Bild der Verwüstung erwartet: Fensterscheiben waren auf der Rückseite des Hauses durch die Wucht der Explosion herausgerissen worden, zudem ist Rauch aus dem Inneren des Gebäudes gedrungen.
Der Bewohner des Hauses hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits selbst ins Freie retten können. Er hat lebensgefährliche Verletzungen erlitten und wurde noch vor Ort notärztlich versorgt. Anschließend wurde der Mann vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Er soll laut einem Polizeisprecher aber außer Lebensgefahr sein. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Mann am Abend im Keller Arbeiten durchgeführt haben - dadurch soll es offenbar zu der Explosion gekommen sein. Die Polizei ermittelt aber jetzt weiter.
Hund gerettet - Ermittlungen zur Ursache laufen
Am Mittwochabend haben Feuerwehrkräfte unter Atemschutz das Gebäude durchsucht. Dabei haben sie einen Hund gefunden, der noch im Haus war. Das Tier wurde ins Freie gebracht und später von der Tierrettung in eine Tierklinik gefahren. Im Keller des Hauses war es nach der Explosion zu einem kleinen Brand gekommen, den die Feuerwehr schnell löschen konnte. Die Stadtwerke Bochum haben das Gebäude vorsorglich von der Gas- und Stromversorgung getrennt. Rund 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, unterstützt von mehreren Löscheinheiten und Spezialeinheiten, waren im Einsatz. Zudem haben Statiker des Technischen Hilfswerks und des Bauordnungsamts geprüft, ob durch die Explosion tragende Teile des Hauses oder benachbarte Gebäude beschädigt worden sind. Das betroffene Haus ist unbewohnbar und nicht mehr standfest. Ein Nachbarhaus wurde auch beschädigt, dort aber konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Feuerwehr hat die Unglücksstelle abgesperrt.