Gericht hört sich Notruf an

Notrufaufzeichnung nach dem Überfall in der Kappskolonie bei Verhandlung angehört

Justizzentrum Innenhof
© Radio Bochum

Im Prozess um den Raubmord in der Kappskolonie hat das Landgericht Bochum den Notruf der Freundin des Opfers angehört. Die Frau hatte direkt nach dem Überfall auf sie und ihren Lebensgefährten die Polizei angerufen. Minutenlang hatte sie mit der Frau in der Notrufzentrale gesprochen, bis die Polizisten am Tatort eingetroffen waren. Radio Bochum Gerichtsreporter Tom Eder, das war bestimmt ein sehr emotionales Gespräch?

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Ja, sehr. Sie berichtet von dem Überfall, von den Beiden maskierten Räubern und wie die ihr eine Jacke über den Kopf werfen und sie zu Boden drücken. Das emotional bedrückende an dem Anruf ist, dass die Frau noch gar nicht weiß, dass ihr Freund bereits tot ist. Sie kann sich nicht bewegen. Sie sitzt auf dem Boden, sie hat Krämpfe in den Beinen. Dann, nach scheinbar endlosen Minuten, treffen die Beamten ein und das Gespräch reißt ab. Das Gericht hat jetzt Termine bis in den Februar geplant.

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