
Bochum: Wieder Streik beim öffentlichen Dienst
Auch in Bochum spitzt sich der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst zu. Beschäftigte aus Schulen, Behörden und weiteren Landesbereichen beteiligen sich am landesweiten Warnstreik und fahren zur Großdemonstration nach Düsseldorf.
Veröffentlicht: Samstag, 07.02.2026 05:37
Bochumer Beschäftigte schließen sich Warnstreik an
Im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Länder beteiligen sich auch Beschäftigte aus Bochum an einem landesweiten Warnstreik. Gemeinsam rufen die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP sowie der dbb beamtenbund und tarifunion in Nordrhein-Westfalen zu Arbeitsniederlegungen auf.
Am Dienstag (10. Februar) kommen Streikende aus Schulen, Hochschulen, Unikliniken, der Polizei, der Justiz und aus Landesbehörden in Düsseldorf zu einer Großdemonstration zusammen. Ziel ist es, vor der dritten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.
Worum es den Gewerkschaften geht
Die Gewerkschaften kritisieren seit Jahren Personalmangel, steigende Arbeitsbelastung und eine im Vergleich zur Verantwortung zu geringe Bezahlung. Nach ihren Angaben sind bundesweit rund 600.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt. Das wirke sich auch in Bochum aus, etwa durch Unterrichtsausfälle, überlastete Verwaltungen oder lange Bearbeitungszeiten. Gefordert werden unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Für Auszubildende, Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten sollen es 200 Euro mehr geben. Zudem verlangen die Gewerkschaften höhere Zuschläge für belastende Arbeitszeiten wie Nachtarbeit sowie eine Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.