
Wie geht es mit den Pieper-Filialen in Bochum weiter?
In Bochum gibt es etwas mehr Gewissheit, wie es mit den Filialen der Parfümerie Pieper weiter geht. Die finanzielle Sanierung der Stadt-Parfümerie Pieper GmbH International ist erfolgreich abgeschlossen, die Gläubiger haben dem Insolvenzplan vor dem Amtsgericht Bochum zugestimmt und das Gericht hat diesen Plan bestätigt. Das geht aus einer Mitteilung der Parfümerie Pieper hervor. Somit ist der Weg für die Übernahme durch den neuen Eigentürmer frei. Das Unternehmen soll zum ersten Juli von der französischen Unternehmerfamilie Konckier übernommen werden. Die Familie ist in Frankreich und in Deutschland im Parfümeriehandel und in der Parfümerieproduktion tätig. Für die Beschäftigten und Filialen soll sich möglichst wenig ändern. Ziel ist es, so viele Standorte und Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Auch der Geschäftsbetrieb in Herne soll fortgeführt werden. Das Unternehmen soll langfristig positive Ergebnisse erwirtschaften und seine Marktposition im stationären Parfümeriehandel in Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern weiter festigen.
Insolvenzverfahren in Bochum Anfang des Jahres eröffnet
Das Amtsgericht Bochum hatte auf Antrag der Gesellschaft am 20. November 2025 die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Am 1. Februar 2026 wurde dann das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet.
„Die erfolgreiche Sanierung über einen Insolvenzplan in sieben Monaten zeigt, dass unser Expertenteam die erforderliche Erfahrung im Einzelhandel hat. In enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen und den weiteren Beratern erfolgten operative betriebswirtschaftliche Sanierung und rechtliche Restrukturierung", sagt Generalbevollmächtigter Dr. Phillip Grub.
Gegründet wurde das Unternehmen 1931 mit einem Laden in Bochum, der Firmensitz befindet sich aber mittlerweile in Herne.