
Großbrand in Linden: Spezialtechnik soll letzte Glutnester löschen
Nach dem Großbrand an der Hattinger Straße in Bochum-Linden laufen die Löscharbeiten weiter. Mit Unterstützung aus Wuppertal hofft die Feuerwehr, den langwierigen Einsatz nun endgültig abschließen zu können.
Veröffentlicht: Sonntag, 21.06.2026 15:28
Spezialtechnik aus Wuppertal im Einsatz
Auch mehrere Tage nach dem Feuer an der Hattinger Straße bereiten versteckte Glutnester der Feuerwehr weiterhin Probleme. Immer wieder flammten Brände in Zwischendecken und Hohlräumen auf. Weil Teile des Gebäudes einsturzgefährdet sind, können die Einsatzkräfte die betroffenen Bereiche nicht betreten. Nach Informationen der Feuerwehr Bochum kam deshalb am Sonntag ein spezielles Löschsystem der Feuerwehr Wuppertal zum Einsatz. Mithilfe des sogenannten Cobra-Systems wurden gezielt Öffnungen in Wände und Decken geschaffen, um Wasser in die Hohlräume zu bringen und die Brandnester zu erreichen. Unterstützt wurden die Kräfte der Berufsfeuerwehr von den Freiwilligen Feuerwehren aus Eppendorf-Höntrop und Wattenscheid sowie den Johannitern.
Bogestra arbeitet an Rückkehr der Straßenbahnen
Die Folgen des Brandes sind auch im Nahverkehr weiter spürbar. Die Straßenbahnlinien 308 und 318 können auf der Hattinger Straße noch nicht wie gewohnt fahren. Da die Oberleitung bislang an dem beschädigten Gebäude befestigt war, muss die Bogestra jetzt eine Ersatzkonstruktion errichten. Dafür soll ein neuer Mast aufgestellt und die Fahrleitung angepasst werden. Anschließend stehen noch umfangreiche Tests an. Läuft alles nach Plan und treten an der Brandstelle keine weiteren Probleme auf, sollen die Bahnen im Laufe des Montags wieder regulär unterwegs sein.