
Grundsteuererhöhung in Bochum
In Bochum steht eine Erhöhung der Grundsteuer bevor. Alle, die Miete zahlen oder Wohneigentum besitzen, sollten sich darauf einstellen. Hintergrund sind finanzielle Einbußen und rechtliche Entscheidungen, die die Stadt zu einer Anpassung der Steuersätze zwingen könnten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.12.2025 06:55
Einnahmeverlust durch Rechenfehler und rechtliche Probleme
Die Stadt Bochum nimmt in diesem Jahr rund 7,4 Millionen Euro weniger Grundsteuer ein. Grund dafür ist ein Rechenfehler des Landes NRW im Zuge der Steuerreform. Zusätzlich hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen den gesplitteten Hebesatz für Wohneigentum und Gewerbeimmobilien für unrechtmäßig erklärt. Ein Bochumer Unternehmen hatte gegen das Hebesatzsplitting geklagt und Recht bekommen.
Handlungsbedarf und mögliche Folgen
Politik und Verwaltung schieben das Thema aktuell vor sich her, obwohl dringender Handlungsbedarf besteht. Das Einnahmeloch von 7,4 Millionen Euro kann sich Bochum langfristig nicht leisten. Die Steuersätze müssen daher voraussichtlich angehoben werden. Die Stadt wartet jedoch auf ein höchstrichterliches Urteil zum Hebesatzsplitting. Sollte das Urteil das Splitting endgültig verbieten, könnte die Grundsteuererhöhung für alle Wohnenden hoch ausfallen.