Haft für Bochumer IS-Mitglied gefordert

Bundesanwaltschaft fordert 3 Jahre für 27-Jährige

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Die Bundesanwaltschaft hat für eine mutmaßliche IS-Terroristin aus Bochum drei Jahre Haft beantragt. Die 27-jährige Deutsche habe als wehrhaftes Mitglied dem IS zur Verfügung gestanden, sagte der Vertreter der Bundesanwaltschaft. Die Frau habe ein glaubhaftes Geständnis abgelegt. Zum IS gekommen sei sie weniger aus politischen oder religiösen Gründen, sondern wegen ihrer Lebensumstände. Sie hatte jahrelang als Prostituierte gearbeitet. Anfang 2014 sei sie nach Syrien gereist. Dort habe sie einen deutschen IS-Kämpfer geheiratet und mit ihm ein Kind gezeugt. Sie habe Kriegsverbrechen begangen und öffentliche Hinrichtungen mitverfolgt und für normal befunden. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf hatte im September begonnen. Nächsten Dienstag soll das Urteil fallen.

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