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"Heiter bis wolkig" - die Jahresbilanz der Bochumer Agentur für Arbeit
© Agentur für Arbeit
Die Agentur für Arbeit zieht ihre Jahresbilanz: "heiter bis wolkig"
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"Heiter bis wolkig" - die Jahresbilanz der Bochumer Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit Bochum zieht ihre Bilanz für den Arbeitsmarkt im Jahr 2025. Das Gesamtbild ist wechselhaft: Zwar haben mehr Menschen Arbeit gefunden, gleichzeitig suchen aber auch mehr Menschen Arbeit. Insgesamt wurden weniger Stellen ausgeschrieben und auch in Bochum gibt es einen Fachkräftemangel.

Veröffentlicht: Mittwoch, 17.12.2025 16:52

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Das Jahr im Revue

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Die wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und dem Ausland zeigen sich auch im Bochumer Arbeitsmarkt: die Unternehmen scheinen verhalten und vorsichtig, gehen eher weniger Risiken ein. Das sagt Christopher Meier, der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit. So wurden beispielsweise in diesem Jahr 529 Stellen weniger ausgeschrieben als noch im Vorjahr.


Hinzu kommt, dass sich der Fachkräftemangel auch in Bochum verstärkt. Neun von zehn der ausgeschriebenen Stellen sind für qualifiziertes Personal ausgeschrieben; gleichzeitig haben von den rund 18.100 gemeldeten Arbeitslosen (leicht gestiegen im Vergleich zum Vorjahr) nur etwa ein Drittel eine abgeschlossene Berufsausbildung. In den nächsten Jahren wird sich dieses Missverhältnis wohl noch verstärken, da viele qualifizierte Leute in Rente gehen werden. "Da wird uns der demografische Wandel auch hier in Bochum treffen", sagt Oberbürgermeister Jörg Lukat (SPD) bei der Pressekonferenz.

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"Heiter bis wolkig" - die Jahresbilanz der Bochumer Agentur für Arbeit
Bei der Pressekonferenz zur Jahresbilanz der Agentur für Arbeit Bochum waren vertreten: (von links nach rechts) Georg Sondermann (Geschäftsführung des Jobcenter Bochum), Jörg Lukat (SPD, Oberbürgermeister), Stephanie Hermann (Geschäftsführung Agentur für Arbeit) und Christopher Meier (Geschäftsführung Agentur für Arbeit)
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Wie der Entwicklung entgegenwirken

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Christopher Meier betont, die Agentur für Arbeit würde im nächsten Jahr vermehrt auf Weiterbildung und Qualifizierung setzen, auch was Sprachkenntnisse angeht. Die gute Nachricht: die Ressourcen dafür seien da. "Von unserer Seite steht da nichts im Wege", so Meier.


Gleichzeitig müsse der Arbeitsmarkt auch Anreize für junge Menschen schaffen, um sich auch ausbilden zu lassen. Da müssten Unternehmen auch mehr auf die Bedürfnisse der neuen Generation eingehen: flexiblere Arbeitszeiten, Vereinbarung von Familienplanung und Beruf, Homeoffice-Optionen - "die Leute sind eben nicht schlechter als wir das früher waren, die wollen nur anderes", sagt der Oberbürgermeister.

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Gute Nachrichten vom Jobcenter

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Vom Jobcenter gab es noch eine gute Nachricht: die Menschen wollen arbeiten. Insgesamt konnte das Jobcenter in diesem Jahr 6000 Menschen in Arbeit bringen. Totalverweigerer gab es keine, sagt Georg Sondermann, der Geschäftsführer des Jobcenters Bochum.

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