Herne / "Sachen gibt's" - Das Bochumer Verkehrskommissariat grübelt und bittet um Hinweise

Was ist am 12. August (Montag) passiert? Ein Autofahrer erschien mit seinem grauen Hyundai an der Polizeiwache in Herne.

Der Mann gab an, dass er einen Schaden an seinem Wagen habe, den er nicht zuordnen könne.

Ein Polizeibeamter schaute sich das Fahrzeug an und stellte fest, dass sich blaue Lackkratzer am rechten Radkasten sowie an der hinteren rechten Beifahrertür befinden - ein Schadensbild, das nur durch eine Kollision mit einem blauen Gegenstand bzw. einem Pkw entstanden sein kann und zwar durch den Anzeigenerstatter selbst bzw. mit dessen Fahrzeug. Daraufhin belehrte der Beamte den Autofahrer als Beschuldigten.

Nun äußerte der Mann, dass eigentlich die Stadt Herne, die nicht in der Lage sei, die Bauarbeiten auf der Dorstener Straße zu Ende zu bringen, an der Beschädigung seines Autos schuld sei.

Wegen dieser Baustelle habe er gegen 10.30 Uhr eine ihm unbekannte Abkürzung zwischen der Dorstener Straße und der Autobahnauffahrt Bochum-Riemke (A43) benutzt - nach Angaben seines Navigationsgerätes.

Der Herner, der sich selbst als "dummer, nach Navi-Anweisung fahrender Autofahrer" bezeichnete, benutzte daraufhin einen sehr schmalen Waldweg, wo er vereinzelt Häuser und auch am rechten Fahrbahnrand parkende Autos gesehen haben will.

Während der Fahrt auf diesem Waldweg hörte er einen dumpfen Knall und vermutete, dass etwas auf das Autodach gefallen sei. Nun fragte der Herner telefonisch bei seiner Frau nach, was er machen soll.

Deren Antwort: Bei einem Schaden am Auto die Polizei kontaktieren, was der Mann auch tat.

Zurück in die Herner Polizeiwache. Hier bat obiger Polizeibeamte den Autofahrer darum, den Unfallort auf dem Waldweg näher einzugrenzen, um das beschädigte Fahrzeug, bzw. den Gegenstand zu finden.

Dieser gab zu verstehen, nur den Unfall melden zu wollen. Er sehe es nicht ein, als Beschuldigter weitere Fragen zu beantworten.

Aggressiv und herablassend forderte der Mann die Herausgabe seiner Dokumente sowie die Öffnung der Tür. Sollte das nicht geschehen, kündigte er mit dem Zusatz "Die Polizei ist eine Lachnummer", dem Beamten eine Anzeige wegen Freiheitsberaubung an.

Nachdem der Polizist dem Herner das Aktenzeichen der Verkehrsunfallanzeige mitgeteilt hatte, verließ dieser wütend die Wache.

Nun beschäftigt sich eine Ermittlerin aus dem Bochumerin Verkehrskommissariat mit dem Vorfall und sucht auch auf diesem Weg nach dem Unfallort sowie einem Geschädigten.

Hinweise werden zu Bürozeiten unter der Rufnummer 0234 / 909-5206 erbeten.

Rückfragen bitte an:

Polizei Bochum Pressestelle Volker Schütte Telefon: 0234-909 1021 E-Mail: pressestelle.bochum@polizei.nrw.de https://www.polizei.nrw.de/bochum/

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