
Wer bekommt den Preis aus Bochum?
Der renommierte Sozialhistoriker Prof. Dr. Franz-Josef Brüggemeier bekommt den 9. Bochumer Historiker Preis und wird damit für sein beeindruckendes Lebenswerk gewürdigt, heißt es in einer Mitteilung der Ruhr Universität. Sein Werk habe insbesondere die Themenfelder Sozial- und Umweltgeschichte empirisch und methodisch in herausragender Weise bereichert und damit die bisherige historische Ruhrgebietsforschung maßgeblich mitgestaltet und halte auch für aktuelle und künftige Forschungsfragen in hohem Maß Orientierung und Anregung bereit.
„Mit Franz-Josef Brüggemeier zeichnen wir einen Historiker aus, der maßgeblich und innovativ in vielerlei Hinsicht zur Entwicklung der Ruhrgebietsgeschichte und der Geschichtskultur im Ruhrgebiet beigetragen hat und dessen Pionierstudien national wie international höchste Anerkennung finden", sagt der Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets, Prof. Dr. Stefan Berger.
Der Sozialhistoriker hat zum Beispiel die Arbeiten der Ruhrbergleute in den letzten Jahrzehnten des Wilhelminischen Kaiserreichs untersucht. Die Etablierung der Umweltgeschichte in der deutschen Geschichtswissenschaft sei eng mit dem Namen Franz-Josef Brüggemeier verbunden. Sein Ende der 2010er Jahre erschienenes Buch „Grubengold“ entfaltet aus der Perspektive der Steinkohle eine europäische Gesellschaftsgeschichte vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Wie oft wird der Breis aus Bochum verliehen?
Die Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets verleiht die Auszeichnung seit 2002 alle drei Jahre, zusammen mit der Stadt Bochum, der Ruhr-Universitär Bochum und der Evonik-Stiftung. Schirmherr des Bochumer Historikerpreises ist der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert.