
Streik und Kundgebung vor dem Audimax in Bochum
An der Ruhr-Uni machen heute Studierende und Beschäftige auf schlechte Arbeitsbedingungen aufmerksam. Im Rahmen des Studienaktionstag gibt es ab 11 Uhr vor der Universitätsbibliothek eine Kundgebung. In den aktuellen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst geht es konkret um Haushaltskürzungen für Hochschulen im Landeshaushalt oder um hohe Befristungsquoten in der Technik und Verwaltung. Die Teilnehmenden wollen damit heute Druck auf die Politik ausüben.
„Es braucht eine starke Wissenschaft, gerade in Zeiten großer technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen – eine angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen gehören dazu!“ - Roland Steinmetz, Vertrauensleute der Ruhr-Universität
Die ver.di ruft bundesweit zu einem Branchenstreik auf. In der zweiten Verhandlungsrunde im Januar hatte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die ver.di fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Für Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro draufkommen. Auch um studentische Arbeitskräfte geht es:
„Der Hochschulbetrieb würde ohne studentisch Beschäftigte nicht funktionieren, es ist an der Zeit, dass sie endlich einen Tarifvertrag bekommen, der verlässlich und im Zweifelsfall einklagbar ist.“, - Johannes Wagner, Vertrauensleute-Sprecher der Ruhr-Universität
Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft gehen am 11. Februar in Potsdam in die nächste Runde.