
Geplante Streichungen am Hauptbahnhof deutlich reduziert
Die Deutsche Bahn hat ihre Planungen für das Fahrplanjahr 2027 grundlegend überarbeitet und gibt Entwarnung für den Hauptbahnhof Bochum. Statt der ursprünglich angekündigten zwölf Streichungen von ICE-Halten sollen nun nur noch sechs Verbindungen wegfallen. Diese Einschränkungen sind zudem nicht von dauerhafter Natur, sondern betreffen lediglich einen Zeitraum von wenigen Wochen im Herbst 2027. Damit bleibt die befürchtete massive Verschlechterung der Fernverkehrsanbindung aus.
Neue Direktverbindungen nach München und Wien
Die Deutsche Bahn plant sogar, das Angebot ab Bochum um neue Fernverkehrsstrecken zu erweitern. So wird es künftig wieder eine Direktverbindung in die bayerische Landeshauptstadt München geben. Eine Premiere für Bochum sind zudem geplante Direktverbindungen nach Nürnberg und sogar bis in die österreichische Hauptstadt Wien.
Politischer Einsatz für den Hbf Bochum
Dem Einlenken der Deutschen Bahn war ein breiter politischer Widerstand in Bochum vorausgegangen. Sowohl die SPD als auch die Grünen hatten sich in den vergangenen Monaten intensiv für den Erhalt der Fernverkehrsanbindungen am Hauptbahnhof eingesetzt. In enger Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Jörg Lukat wurde der Druck auf die Verantwortlichen der Bahn stetig erhöht. Auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich aktiv an dem Protest, unter anderem durch die Unterstützung einer entsprechenden Petition.
„Unser Einsatz für Bochum hat sich gelohnt. Wir haben von Anfang an auf konstruktive Gespräche statt auf öffentliche Beschimpfungen gesetzt. Das Ergebnis zeigt: Wer beharrlich dranbleibt, sachlich argumentiert und gemeinsam nach Lösungen sucht, kann konkrete Verbesserungen für die Menschen erreichen. Wir beschimpfen nicht, wir sprechen miteinander. Wir reden Probleme nicht nur groß, wir lösen sie.“ - Serdar Yüksel, Vorsitzender der SPD Bochum