
Gehälter gesichert und Gespräche zur Zukunft
Die Taxizentrale Bochum hat Insolvenz angemeldet, wie die WAZ zuerst berichtete. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten läuft der Betrieb zunächst normal weiter. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter, Stephan Kunz, kümmert sich aktuell um die Organisation und Sicherung des Geschäftsbetriebs. Gegenüber Radio Bochum hat Kunz erklärt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin bezahlt werden. Die Agentur für Arbeit hat einer Vorfinanzierung der Gehälter zugestimmt, sodass die finanzielle Sicherheit der Angestellten vorerst gewährleistet ist. Zudem führt Kunz bereits Gespräche mit Interessenten, die an einer Fortführung des operativen Geschäfts interessiert sind.
Konkurrenz durch Mietwagenunternehmen
Die Taxibranche in Bochum steht unter zunehmendem Druck durch Mietwagenunternehmen wie Uber. Diese bieten günstigere Fahrten an, da aktuell kein Mindestpreis für Fahrten existiert. Die Stadt Bochum ist sich der Problematik bewusst und prüft Maßnahmen zur Einführung eines Mindestpreises, um die Wettbewerbsbedingungen für Taxifahrerinnen und Taxifahrer zu verbessern. Gegenüber Radio Bochum hat die Stadt erklärt, dass sie ein Marktforschungsinstitut beauftragen will, dass einen angemessenen Mindestpreis ermitteln soll. Die Stadt verweist aber auch darauf, dass sie einen Mindestpreis nur vorschlagen kann. Der Stadtrat müsste die Mindestpreise beschließen.