
Jugendliche wollen Bochum-Wattenscheid mitgestalten
Im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid fand am 14. Dezember 2025 das Jugendforum für den Stadtbezirk Bochum-Wattenscheid statt. Rund 98 Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende aus der Kinder- und Jugendarbeit tauschten sich dort über die Entwicklung ihres Stadtbezirks aus. Gemeinsam diskutierten die jungen Teilnehmenden ihre Wünsche, Ideen und Kritikpunkte.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.01.2026 04:10
Mehr Raum und Angebote für Freizeit und Sport
Die Kinder und Jugendlichen wünschten sich vor allem mehr Orte, an denen sie sich treffen oder aktiv sein können, unabhängig von Vereinen oder pädagogischer Betreuung. Besonders wichtig seien überdachte Multifunktionsplätze, Bolzplätze, Skateranlagen, Outdoor-Sportgeräte, Sitzmöglichkeiten bei diesen Plätzen sowie Aktivitäten die besonders für Mädchen geeignet sind. Bestehende Anlagen wie der Südpark oder der Bolzplatz am Abenteuerspielplatz benötigten außerdem dringend Renovierungen. Gleichzeitig betonten die Teilnehmenden, dass neue Treffpunkte unterstützt und gepflegt werden müssten, um Vandalismus und Müll zu vermeiden, so die Kinder und Jugendlichen.
Sicherer, grüner und lebenswerter
Die Kinder und Jugendlichen wünschten sich zudem bezahlbaren Wohnraum in sicheren Vierteln mit guten Verkehrsanbindungen. Darüber hinaus kritisierten sie die zu hohen Ticketpreise, überfüllte Busse, verspätete Straßenbahnen und fehlende Radwege. Sie forderten außerdem neue Fußgängerampeln und Tempolimits, welche die Sicherheit der Leute erhöhen sollen. Zudem forderten sie auch mehr Grünflächen, Bäume und öffentliche Müllbehälter sowie Projekte wie Repair-Cafés zur Förderung von Nachhaltigkeit. Und auch Vorschläge für kulturelle Angebote wie Tanz-Workshops, Instrumente zum Ausleihen oder legale Graffiti-Flächen wurden gegeben und sollen das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche bereichern, so die Teilnehmenden.
Mitbestimmung und Chancengleichheit
Außerdem forderten sie mehr Respekt, und Unterstützung, insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die bereits Diskriminierung erfahren hätten. Und auch das Thema echte Mitbestimmung läge den Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen, um gehört zu werden und etwas bewirken zu können, laut der Teilnehmenden. Die Ergebnisse des Jugendforums sollten nun gemeinsam mit der Stadt Bochum, insbesondere dem Oberbürgermeister Jörg Lukat diskutiert werden, um durch konkrete Maßnahmen die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bochum-Wattenscheid nachhaltig zu verbessern.