Keine Erstimpfungen in Impfzentren, Notbremse kostet Umsatz: Das Corona Update vom 2. Juni 2021

Der Impfstoff bleibt auch in den nächsten Wochen knapp. Das beweist der Umstand, dass es erstmal keine Erstimpfungen in Impfzentren geben wird. Das Corona Update mit José Narciandi.

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Diese Nachricht dürfte bei vielen für Frust sorgen: In den Impfzentren NRWs werden bis Mitte Juni keine Termine mehr für Erstimpfungen vergeben. Das hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mitgeteilt. Hintergrund ist die Impfstoff-Knappheit. Eigentlich war der kommende Montag, der 7. Juni, als großer Tag angekündigt worden, an dem die Impfpriorisierung wegfallen würde. Doch die bittere Wahrheit ist: Wegfall hin oder her - die Impfstoff-Bestände sind alle für die Zweitimpfungen reserviert. Wörtlich sagt Laumann: Zum jetzigen Zeitpunkt habe man keinen Puffer mehr. Das bedeutet auch: Der Druck auf die Hausärzte steigt. Bei den Hausärzten stehen die Telefone nicht mehr still. Auch sie stellen fest: Der Impfstoff ist knapp und ein Teil der Impfdosen muss auch hier für die Zweitimpfungen reserviert werden.

Stiko will sich Zeit lassen bei Zulassung für Kinder-Impfstoff

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will sich bei ihrer Entscheidung zu Impfungen für Kinder weiter Zeit lassen. Das kündigte Stiko-Chef Thomas Mertens im "NDR" an. Man biete den Kindern ja kein Lakritzbonbon an - das sei ein medizinischer Eingriff. Die Daten aus der Zulassungsstudie des Herstellers reichten aber nicht aus, sagte Mertens. Außerdem müsse man das Krankheitsrisiko für Kinder berücksichtigen. Schwere Covid-19-Erkrankungen bei Kindern seien wirklich selten.

Einzelhandel büßt ordentlich an Umsatz ein

Die bundesweite Notbremse hat dem Einzelhandel das Geschäft vermiest. Von März auf April sanken die Umsätze um rund fünfeinhalb Prozent, sagt das Statistische Bundesamt. Vier Wochen davor hatte es im Einzelhandel noch ein kräftiges Umsatz-Plus gegeben - von 7,7 Prozent.

Zum Schluss noch eine Vorhersage: Menschen mit Masken wird es wohl noch länger geben. Fast die Hälfte der Bundesbürger will zum Schutz vor Krankheiten auch nach der Corona-Pandemie Masken tragen. 44,7 Prozent gaben das in einer Civey-Umfrage für die "Augsburger Allgemeine" an. Unter anderem durch die Maske ist die Zahl anderer Infektionskrankheiten deutlich zurückgegangen. Die normale Grippesaison fiel fast komplett aus. 

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