
Wie wurde das Teichhuhn in Bochum entdeckt?
Zunächst lief das Teichhuhn ein paar Tage im Naturfreibad in Bochum-Linden herum. Die Mitarbeiter haben versucht, es zu verscheuchen, da Wasservögel für ein Becken mit natürlicher Wasseraufbereitung nicht unbedingt von Vorteil sind.
"Dann wars auf einmal verschwunden und dann kamen Badegäste auf uns zu und haben gesagt: "Hör mal, ihr habt ein Nest im Schilf!"" - Thorsten Veith, Betriebsleiter vom Hallen- und Naturfreibad Linden
Nun ist der Gast bereits seit vierzehn Tagen da. Das Teichhuhn, oder auch Teichralle genannt, ist eine Vogelart aus der Gattung der Teichhühner in der Familie der Rallen. Sie zählen zu den Wasserhühnern und brüten im Schilf. Die Brutzeit beträgt 19-22 Tage.
Welche Schutzmaßnahmen wurden vorgenommen?
Damit das Teichhuhn ungestört brüten kann, wurde ein Teil des Beckenumgangs und der Bereich im Nichtschwimmerbecken um den Nassfilter herum abgesperrt. Ansonsten sind beide Becken weiterhin voll im Betrieb.
"Dann haben wir geprüft, ob die Wasserwerte unberührt von der Besiedlung bleiben - das war tatsächlich der Fall und dann haben wir uns dazu entschieden, das Huhn brüten zu lassen." - Thorsten Veith, Betriebsleiter vom Hallen- und Naturfreibad Linden
Das Bad steht im engen Austausch mit dem Umwelt- und Gesundheitsamt. Fälle wie diese sind in anderen Bochumer Bädern nicht bekannt. Das Naturfreibad Linden ist das einzige mit Wasserfiltern in den Becken, die Schilf enthalten. Das war für das Teichhuhn wahrscheinlich besonders verlockend.