
Revision führt zu neuem Verfahren
Ein Kölner Hooligan muss sich heute erneut vor dem Landgericht verantworten. Hintergrund sind die gewalttätigen Vorfälle rund um das Bundesliga-Spiel im November 2023. Der Mann war bereits im vergangenen Jahr zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen Revision eingelegt.
Bundesgerichtshof ändert rechtliche Bewertung
Der Bundesgerichtshof hat das Urteil in Teilen aufgehoben. Es geht dabei vor allem um die juristische Einordnung der Tat. Statt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung soll der Mann nun wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt werden. Am möglichen Strafmaß dürfte sich dadurch allerdings wenig ändern, da der Strafrahmen vergleichbar ist.
Bengalo traf zwei Polizisten
Die Tat selbst gilt als weitgehend aufgeklärt: Der Mann hatte einen brennenden Bengalo in Richtung von Polizisten geworfen. Die Fackel traf zwei Beamte, die jedoch unverletzt blieben - unter anderem dank ihrer Schutzvisiere. Das Landgericht muss den Fall jetzt neu bewerten. Möglich ist, dass am Ende erneut eine ähnliche Strafe verhängt wird.