
Kyudo in Bochum: Japanisches Bogenschießen
In Bochum gibt es den einzigen Verein im Ruhrgebiet für Kyudo, japanisches Bogenschießen, den Syu Bo Kyudokai Bochum. Da wird aktuell für die NRW-Meisterschaften trainiert, die im Mai auch in Bochum stattfinden. Wir waren bei einer Trainingseinheit dabei.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.04.2026 09:55
Kyudo in Bochum - einziger Verein im Ruhrgebiet
Traditionelles Bogenschießen aus Japan - das ist Kyudo. In Bochums Partnerstadt Tsukuba und in ganz Japan ist das eine beliebte Sportart, hier in Deutschland ist sie noch sehr unbekannt. Deshalb gibt es auch nur einen einzigen Verein für die Sportart, und zwar in Bochum. Der Verein Syu Bo Kyudokai Bochum trainiert regelmäßig in der Goetheschule. Dort haben wir zwei Sportler getroffen. Die Sportart ist sehr zeremoniell und wird mit Bedacht ausgeübt:
"Es ist, ich will jetzt nicht sagen meditativ, aber es ist halt auch beruhigend. Man konzentriert sich in dem Moment. Wir hatten in der Harpener Heide direkt neben uns einen Sportverein, Turner, laut Musik [...] was auch immer. Und man steht dann da und versucht eigentlich in Ruhe halt seine Pfeile zu schießen. Da lernt man wirklich auch, das um sich herum ein bisschen auszublenden, sich auf sich zu konzentrieren." - Justin Riemer, Schütze vom Syu Bo Kyudokai Bochum e.V.
Im Kyudo gibt es verschiedene Bewegungsabläufe, ähnlich wie im Karate. Die Schützen tragen dabei traditionelle Roben und der Bogen ist bis zu 2,33 Meter lang. Kyudo hat sich im 15. Jahrhundert in Japan von der Jagdkunst in eine zeremonielle Kunstform entwickelt, wo auch eine Art Choreografie ausgeführt wird. Deshalb verbeugen sich die Sportler vor der Zielscheibe, die etwas kleiner ist als beim westlichen Bogenschießen.
Die NRW-Meisterschaften im Kyudo finden am 9. Mai in Bochum im Graf-Engelbert-Gymnasium statt. Dafür trainiert der Syu Bo Kyudokai Bochum e.V. aktuell. Ihr könnt zum Zuschauen kommen. Die Veranstaltung ist kostenlos. Alle Infos bekommt ihr hier.
