
Messerangriff auf Familie vor Urlaubsfahrt
Nach den bisherigen Ermittlungen wollte die Familie am Tattag gemeinsam in den Urlaub fahren. Laut Anklage soll es zuvor Streit um Fährtickets gegeben haben. Die Frau und die beiden Kinder saßen demnach bereits im Auto, als der Mann sie mit einem langen Messer angegriffen haben soll. Bei dem Angriff wurde der 13-jährige Sohn, der in Bochum zur Schule ging, so schwer verletzt, dass er noch am Tatort starb. Die Mutter und die neunjährige Tochter erlitten lebensgefährliche Verletzungen, konnten aber durch schnelle medizinische Hilfe gerettet werden.
Trauer in der Nachbarschaft nach der Tat
Nach Angaben des Gerichts soll sich der Angeklagte laut Anklage schon vor der Tat von seiner Frau gedemütigt und gekränkt gefühlt haben. Mit dem Angriff habe er sie bestrafen wollen. Deshalb muss sich der Familienvater nun wegen Mordes und zweifachen versuchten Mordes vor dem Landgericht verantworten. Nach der Tat hatte die schockierte Nachbarschaft über Wochen Blumen, Stofftiere und Kerzen am Tatort niedergelegt. Der Fall hatte in Witten und darüber hinaus für großes Entsetzen gesorgt.