
Deutlich weniger Empfänger bei Bürgergeld und Asylbewerberleistungen in Bochum
In Bochum beziehen immer weniger Menschen Mindestsicherungsleistungen. Dazu zählen unter anderem Bürgergeld und die Hilfe zum Lebensunterhalt für nicht Erwerbsfähige. Nach Zahlen des Landesstatistikamts IT.NRW waren es Ende 2025 rund 45.900 Empfängerinnen und Empfänger. Zehn Jahre zuvor waren es noch rund 52.200. Das ist ein Rückgang um gut 12 Prozent. Die Mindestsicherungsquote, also der Anteil der Empfänger/innen von Mindestsicherungsleistungen gemessen an der Gesamtbevölkerung, sank im gleichen Zeitraum von 14,3 auf 12,8 Prozent.
Besonders stark ging die Zahl der Menschen mit Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zurück. 2015 waren es noch 4.443, Ende 2025 nur noch 950. Das entspricht einem Minus von knapp 79 Prozent. Auch bei den Regelleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, zu denen das Bürgergeld gehört, ging die Zahl zurück. Sie sank von 40.820 auf 37.421.
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung steigt
Anders entwickelt sich die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung. Hier stieg die Zahl der Empfänger in Bochum von 6.044 im Jahr 2015 auf 7.000 im Jahr 2025. Das ist ein Plus von knapp 16 Prozent. Diese Gruppe wird damit zum größten Teil der Mindestsicherung nach den Regelleistungen.
Auch der Blick auf den Verlauf zeigt Schwankungen. Den Höchststand erreichte die Zahl der Empfänger 2016 mit 54.561. Seitdem sinkt sie, mit einzelnen Ausnahmen wie 2022. Die Hilfe zum Lebensunterhalt für nicht Erwerbsfähige hat sich seit 2015 fast halbiert, von 935 auf 495 Empfänger.