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Nach Messerangriff in Witten: Ex-Frau sagt als Zeugin aus
© Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services
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Nach Messerangriff in Witten: Ex-Frau sagt als Zeugin aus

Vor dem Landgericht Bochum ist am Mittwoch (16.9.) der Prozess gegen einen Familienvater aus Witten gestartet. Er soll seine Frau und seine beiden Kinder mit einem Messer angegriffen haben, der Sohn starb.

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Messerangriff auf Familie vor Urlaubsfahrt

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Nach den bisherigen Ermittlungen wollte die Familie am Tattag gemeinsam in den Urlaub fahren. Laut Anklage soll es zuvor Streit um Fährtickets gegeben haben. Die Frau und die beiden Kinder saßen demnach bereits im Auto, als der Mann sie mit einem langen Messer angegriffen haben soll. Bei dem Angriff wurde der 13-jährige Sohn, der in Bochum zur Schule ging, so schwer verletzt, dass er noch am Tatort starb. Die Mutter und die neunjährige Tochter erlitten lebensgefährliche Verletzungen, konnten aber durch schnelle medizinische Hilfe gerettet werden.

Vor Gericht lautet die Anklage gegen den 40-Jährigen jetzt Mord und zweifach versuchter Mord. Zum Prozessauftakt hat er geschwiegen.

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Ex-Frau über Angeklagten: "liebevoll, witzig und charmant"

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Weil der Angeklagte selbst nicht aussagen möchte, kam es zum ersten Verhandlungstag vor dem Landgericht Bochum am Mittwoch zur Anhörung der ersten Zeugin und Nebenklägerin, der mittlerweile von ihm geschiedenen Frau des mutmaßlichen Täters. Sie selbst war bei dem Angriff schwer verletzt worden und sei laut eigener Aussage an dem Tag davon ausgegangen, sterben zu müssen. Während der Tat sei sie davon ausgegangen, dass sie einen Fremden vor sich habe, denn der Angriff habe nicht zu dem gepasst, was sie von ihrem Mann kannte. Er sei immer ein liebevoller Vater, darüber hinaus "witzig und unfassbar charmant" gewesen.

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Trauer in der Nachbarschaft nach der Tat

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Nach Angaben des Gerichts soll sich der Angeklagte laut Anklage schon vor der Tat von seiner Frau gedemütigt und gekränkt gefühlt haben. Mit dem Angriff habe er sie bestrafen und möglicherweise loswerden wollen - auch, weil die Familie dem Mann schon länger ein Dorn im Auge gewesen sein soll. Das passt nicht zur Aussage seiner Ex-Frau. Nach der Tat hatte die schockierte Nachbarschaft über Wochen Blumen, Stofftiere und Kerzen am Tatort niedergelegt. Der Fall hatte in Witten und darüber hinaus für großes Entsetzen gesorgt.

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