
Nach Mord an Bochumer Schüler: Mutter und Schwester ansprechbar
Nach der tödlichen Messerattacke Ende März in Witten gibt es neue Erkenntnisse. Mutter und Schwester des getöteten 13-Jährigen sind inzwischen wieder wach und ansprechbar. Das hat die ermittelnde Staatsanwaltschaft Bochum auf Anfrage bestätigt.
Veröffentlicht: Freitag, 10.04.2026 09:48
Aussage der Angehörigen noch offen
Die beiden werden aktuell darüber beraten, ob sie im weiteren Verfahren gegen den tatverdächtigen Vater aussagen möchten. Als direkte Angehörige sind sie rechtlich nicht verpflichtet, als Zeuginnen auszusagen. Parallel dazu prüfen die Ermittler derzeit die Schuldfähigkeit des 40-jährigen Tatverdächtigen.
Tat erschüttert Wohngebiet
Die Tat hatte Ende März für große Bestürzung gesorgt. In der Wittener Lessingstraße soll der Mann nach einem Streit seine Familie angegriffen haben. Dabei wurden die 38-jährige Mutter, die neunjährige Tochter und der 13-jährige Sohn schwer verletzt. Der Junge starb kurze Zeit später an seinen Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen verlagerte sich der Streit aus der Wohnung auf die Straße. Zeugen hatten den Notruf gewählt, nachdem sie Schreie gehört hatten. Einige sollen auch beobachtet haben, wie der Mann zustach.
Ermittlungen laufen weiter
Der Tatverdächtige konnte kurz nach der Tat in der Nähe des Tatorts festgenommen werden. Eine Mordkommission ermittelt. Der getötete Junge ist in Bochum auf die Rudolf-Steiner-Schule gegangen.