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Nachhaltiger Wasserstoff an der Ruhr-Universität Bochum
© RUB, Kramer
Plasmen werden mehrere tausend Grad heiß. Diese Energie lässt sich für die umweltfreundliche Produktion von Stahl und Wasserstoff nutzen.
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Nachhaltiger Wasserstoff an der Ruhr-Universität Bochum

Forschende der Ruhr-Universität Bochum haben Prozesse entwickelt, mit denen Wasserstoff und auch Stahl ohne Kohlendioxid-Emissionen hergestellt werden könnten.

Veröffentlicht: Donnerstag, 16.10.2025 04:55

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Entwicklung CO₂-freier Verfahren zur Wasserstoffproduktion

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Das Team um Prof. Dr. Achim von Keudell hat zwei Prozesse entwickelt, mit denen Wasserstoff und Stahl kohlenstoffdioxidfrei hergestellt werden könnten. Für die Produktion beider Stoffe sind hohe Temperaturen erforderlich, die sich mit Plasmen, also ionisierten Gasen, problemlos erreichen lassen. Normalerweise wird der sogenannte graue Wasserstoff aus methanhaltigem Erdgas gewonnen, was große Mengen CO₂ freisetzt. Grüner Wasserstoff hingegen entsteht nachhaltiger durch die Spaltung von Wasser mittels elektrischer Energie, gilt jedoch als ineffizient. Das Team der Ruhr-Universität erforscht daher eine Kombination beider Ansätze, nämlich den türkisen Wasserstoff. Dieser wird ebenfalls aus Methan gewonnen, allerdings durch ein anderes chemisches Verfahren, das ohne CO₂-Emissionen auskommt – die sogenannte Methan-Pyrolyse. Dabei entsteht Kohlenstoffstaub, der etwa für Autoreifen oder Drucker-Toner weiterverwendet werden kann. Das Verfahren ist somit auch ökonomisch interessant.

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Plasmatechnologie in der klimaneutralen Stahlherstellung

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In einem weiteren Projekt der Ruhr-Universität werden Plasmen in der CO₂-freien Stahlherstellung eingesetzt. Dabei ersetzt Wasserstoff den üblicherweise verwendeten Koks als Reduktionsmittel.

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